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Neu auf dem Videomarkt #215

Neu auf dem Videomarkt #215

Auch zu den Osterfeiertagen soll es nicht an neuen Musikvideos mangeln. Eine bunte Mischung haben wir somit für euch in das Osternest gepackt.

NKALIS

1 Millionen Streams auf Spotify und ein öffentlicher Ritterschlag durch Fynn Kliemann sind nur zwei der Dinge, die Nkalis auszeichnen. Fynn Kliemann, selbst erfolgreicher YouTuber, Unternehmer und Gewinner der 1Live Krone, erkannte sein außergewöhnliches Talent und nahm ihn in sein damaliges Two-Finger- Records-Bandvoting auf.

Kliemann sollte mit seinem Gespür recht behalten und Nkalis belegte auf Anhieb den 3. Platz. Ein weiterer Meilenstein in der erst jungen Karriere!

Der 23-jährige Rapper und Sänger schreibt bereits Songs wie etablierte Künstler und produziert tatkräftig einen Beat nach dem anderen, der einzigartig ist aber auch im Ohr hängen bleibt. Es ist irgendwie eine neue Art von Musik: ein Crossover von diversen Genres mit Stilelementen von HipHop, Trap und RnB, sowie klassischen Instrumenten und elektronischen Klängen.

Dazu kommt seine einzigartige rauchige Stimme, die er aus seiner Kindheit in Penang in Malaysia mitnahm, gepaart mit einem starken Anteil an Punk-Attitüde.

Obwohl Niklas Halm etwas neues schafft, lechzen Menschen nach Vergleichen und möchten sich an Bekanntem orientieren: Dabei werden oft Größen wie Kelvyn Colt, Machine Gun Kelly oder Run the Jewels erwähnt. Seine Songs strahlen die Stimmung von Cypress Hill in den frühen 2000er Jahren mit der Dringlichkeit eines Goldroger, BLVTH oder Casper in den Texten aus. Etwas düster, aber immer mit dem nötigen Optimismus. Egal, ob er sich mit Schmerzen befasst (No Fair), vor Motivation strotzt (Don’t Need Air, Evil) oder entspannte Balladen versucht (Mary Jane, Washed Away, Habits). Dennoch: es ist etwas Neues, etwas Anderes. Die Hauptsache ist, frei und unkompliziert zu sein, so wie er selbst es ist.

Man hat das Gefühlt Nkalis ist eines der Cover Stories dieser neuen Musik, die sich von alten Musik Klischees emanzipiert und wie ein Fusion Koch eine neue Richtung kreiert.

Es ist schwer zu beschreiben, und einfach zu genießen. Man spürt, dass dort etwas Großes entsteht und er ist mitten drin und der Beginn einer neuen Reise..

Nach dem Motto „F *ck The Game“… 840

Kaktus Einarsson

Der isländische Produzent, Songwriter und Fufanu-Frontmann Kaktus Einarsson veröffentlicht am 21. Mai sein langersehntes Solo-Debüt „Kick The Ladder“ via One Little Independent Records und haut mit der Doppelsingle „Story Of Charms“ / „Hypnotized“ gleich zwei weitere Appetizer raus.

Wie so viele Isländer blickt auch Kaktus trotz seines doch eher jungen Alters von 28 Jahren auf eine beachtliche musikalische Karriere zurück. Aufgewachsen im idyllischen Reykjavik, war er mit gerade einmal 1 0 Jahren bereits Teil des experimentellen ElektroActs Ghostigital. Seine Band Fufanu feierte internationale Erfolge, eröffnete u.a. für Radiohead, Red Hot Chilli Peppers und Blur. Deren Mastermind Damon Albarn zählt wohl zu ihren größten Fans und ließ es sich nicht nehmen, eigenhändig die Fufanu-Single „Ballerina In The Rain“ zu remixen und sie als Support einzuladen.

Mit „Kick The Ladder“ eröffnet Kaktus Einarsson nun ein weiteres musikalisches Kapitel und wagt sich an den Geniestreich, seine Erfahrungen in den Bereichen Contemporary, Klassik und Pop auf Basis seines Händchens für Produktion und Songwriting zusammenzubringen. Entstanden ist dabei ein tiefgreifendes, melodisches Album mit einem expansiven, innovativen Sound.

„Story Of Charms“ ist da  weniger schwermütig und appelliert daran, die kleinen Dinge wertzuschätzen, sich der Natur gegenüber dankbar zu zeigen und zu versuchen den Zwängen des Erwachsenseins nicht allzu sehr zu verfallen.

„Story Of Charms“ und „Hypnotized“ wurden wie das gesamte Album auf Island geschrieben.

Florence Arman

Die britische Sängerin und Songwriterin Florence Arman meldet sich mit einer neuen Single zurück: der Song handelt von einem Freund, der plötzlich vom Erdboden verschwunden ist, und heißt passenderweise “Out of the Blue”. Die Single erscheint via AWAL Recordings und ist auch der Titeltrack ihrer mit Spannung erwarteten Debüt-EP, die im Spätfrühling veröffentlicht wird.

Florence erzählt, wie der Song entstanden ist: “Initially when I was writing ‘Out of the Blue’ I had a different singer in mind, but as I was writing the lyrics, they suddenly became quite personal. I told my brother about it and he said ‘You can keep the good songs for yourself too, you know’, so I did, and he then produced the song with filous. I sneakily wrote a lot of the lyrics during another session, where we were writing a different song. At the time I was having a hard time getting over a friendship that had ended in a very mysterious way. And in that session when we took a little break, I went to make myself a cup of tea in the studio kitchen and picked up a mug from the shelf that happened to have this friend’s name on it (not such a coincidence with hindsight, he has a pretty generic name). Then I had a little cry on the loo and wrote down a bunch of stuff I needed to get off my chest, and that became a large part of lyrics.“

Pan Kee Bois

Mit „Blitz“ möchten die Pan Kee Bois den emotionalen Startschuss für ihr kommendes Debütalbum geben. Die Boiband stilisiert sich in drückenden Szenarien als Licht am Ende des Tunnels und vermittelt eine Energie, um es aus der Winterdepression in die schönen Jahreszeiten zu schaffen. Sehnsucht und Träume zeigen den Weg.
Reset kommt.
Und zur Info vielleicht auch nicht uninteressant: Ihre letzte Single „Rauche Schnell“ war über 2 Monate in der Deutschrap Untergrund Playlist von Spotify + auch „Auf Level Raw“ Playlist bei Amazon #notbad

Dayglow

Anfang des Monats wurde bekannt gegeben, dass Dayglow in der kommenden Staffel der kultigen Fernsehsendung “Austin City Limits” auftreten wird. Es war ein großer Moment für den aus Texas stammenden Künstler und zeigt, dass er für die nächste Phase seiner bereits aufregenden Karriere bereit ist. Er wird neben Brittany Howard, Leon Bridges, Jon Batiste und anderen auftreten. Es wird sein zweiter TV-Auftritt in diesem Jahr sein, nachdem er sein Late-Night-Debüt in der Late Show With Stephen Colbert gab, um seinen Smash-Hit „Can I Call You Tonight“ zu performen.

Nun veröffentlichte Dayglow, auch bekannt als der 21-jährige Sloan Struble, die dritte Single aus seinem kommenden neuen Album “Harmony House”, das am 21. Mai auf Strubles eigenem Label Very Nice Records in Zusammenarbeit mit AWAL erscheinen wird.

Sloan sagt selbst über den Track: “Woah Man” is one of my favorite songs I’ve written so far.  I initially wrote it for a friend who was going through a hard time, but then later realized that I was really writing about myself. In the middle of so much change, growth, and responsibility, I found myself feeling a lot of pressure. After months of feeling like I had the world on my shoulders and that I was growing up too fast, I realized that in order to grow, you have to move on sometimes. You have to let some things go. And for me, what I needed to let go of was the feeling of being in control of everything. I had to let go of holding on (very meta, I know). I just remember finishing the song and feeling so much relief and clarity about who I am becoming. The song has continued to help me through so many different stages of growth in my life— I hope it does the same for you.”

half•alive

Das das aus Long Beach stammende Trio half•alive meldet sich mit ihrer neuen Single „What’s Wrong“ im Gepäck zurück und präsentiert sich im dazugehörigen tanzbaren Video adrett mit Schlips und Kragen. „What’s Wrong“ stammt aus der gemeinsamen Feder von half•alive und Ojivolta – darüber hinaus zeichnet Ojivolta (Halsey, Shawn Mendes, Jon Bellion) auch für die Produktion verantwortlich. Das Musikvideo wurde von Leadsänger Josh Taylor konzipiert und produziert, Regie führte Brantley Gutierrez, die Choreographie stammt von den hochgeschätzten und oft verpflichteten half•alive-Kollaborateuren JA Collective, die sich auch bei der Umsetzung einbrachten.

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Josh erklärt: „Es gibt eine wirklich lustige Geschichte dazu, wie die Hook des Refrains ‚Time’s always right to fix What’s Wrong‘ entstanden ist. Tatsächlich war es ein falsches Zitat aus einem Gespräch zwischen Olivia Wilde und einem unserer Kreativdirektoren, Jordan von JA Collective, der zufällig auch mein Mitbewohner ist. Olivia und JA arbeiteten vor ein paar Monaten zusammen an einem Projekt und irgendwann merkte Jordan an, wie absurd schwierig es ist, Choreographen auf IMDB zu finden, erwähnte in dem Zusammenhang aber auch, dass das ein ziemlich kleines Problem sei, wenn man die unzähligen Probleme bedenkt, die das Jahr 2020 zu Tage gefördert hatte. Olivia antwortete: ‚Die Zeit ist immer reif, das Richtige zu tun‘, was Jordan mir gegenüber später am Abend falsch zitierte und daraus die Zeile ‚Die Zeit ist immer reif, das Falsche zu korrigieren‘ machte. Und genau diese Zeile fühlte sich plötzlich wie eine aufgestoßene Tür an, um das soziale Klima anzusprechen, von dem wir alle seit fast einem Jahr umgeben sind und führte letztlich zu der Idee, die eigene unmittelbare und letzten Endes auch globale Umgebung zu verändern. Und zwar, indem man zuerst nach innen schaut, in den Spiegel blickt und erkennt, dass dort die Veränderung beginnen muss.

Bei der Produktion des Musikvideos führten wir das transformative Thema des Songs noch einen Schritt weiter, indem wir eine kleine schäbige Wohnung aus zwei radikal unterschiedlichen Blickwinkeln betrachteten. Selbstredend mussten wir uns Smokings für den Dreh anziehen, um die beiden Pole noch extremer zu betonen. Der Versuch, einen Videodreh unter dem Einfluss von Covid-19 durchzuführen, war eine unglaubliche Herausforderung. Uns war jedoch nicht bewusst, wie sehr die Covid-Situation die Geschichte des Musikvideos auf subtile Weise beeinflussen würde, bis wir mit dem Location-Scouting begannen.  Wir hatten das starke Gefühl, dass es etwas ganz Besonderes war, in einem geschlossenen Raum zu drehen, vor allem deshalb, weil es genau das war, was so viele Menschen während der Quarantäne erlebten und trotzdem versuchten, das Beste daraus zu machen.

2020 war für viele Menschen ein absolut lebensveränderndes Jahr – für uns war es eine große Pause, wir waren die ganze Zeit über zu Hause und nicht unterwegs. Eine dankbare Atempause und Zeit, um nachzudenken, zu reflektieren und zu verarbeiten, so wie es viele andere in diesem Jahr auch getan haben. Etwas, worüber wir intensiv nachdachten, war, dass es jetzt mehr denn je ein verzweifeltes Bedürfnis nach Hoffnung, Liebe, Ehrlichkeit und Veränderung gibt. Und so wollen wir darauf vertrauen, dass wir mit diesem Song etwas Ehrliches geschaffen haben und wünschen uns, dass diejenigen, die ‚What’s Wrong‘ hören, sich geliebt fühlen und anfangen, auf etwas grundlegend Transformatives zu hoffen.“

Der Hamburger Tausendsassa Luis Baltes hat seine neue Single „Fotos“ inklusive Musikvideo veröffentlicht und feiert damit das Release seiner dritten Solo-Single. Auf „Fotos“ präsentiert sich der HipHop-Musiker von seiner gefühlvollen Seite und liefert einen eingängigen, wenn auch melancholischen Love-Song.

Luis Baltes selbst zur Single:
„Der Track „Fotos“ ist die erste melancholische Ballade, die ich für mich selbst aus eigener Perspektive geschrieben habe und nicht als Songwriter für andere Künstler*innen. Es ist ein klassischer Breakup-Song, ein Herzschmerzlied. Ich wollte beim Schreiben so ehrlich wie möglich sein, aber es war mir textlich sehr wichtig, dass niemand beleidigt oder erniedrigt wird.“

Dulcie

Dulcie veröffentlichten die Dream-Pop-Single „Ethereal“ und kündigen gleichzeitig ihre Debüt-EP „Sake Of Sound“ an, die am 18. Juni auf ihrem eigenen Label Lapis Lazuli erscheinen wird.

Neben „Ethereal“ werden die Vorgänger-Single „Dust“ sowie zwei bisher unveröffentlichte Tracks die EP komplettieren. Für die Produktion zeichnet Joel Quartermain von der Band Eskimo Joe verantwortlich.

„Ethereal“ wird von einem wunderschönen Musikvideo begleitet, bei dem Duncan Wright (San Cisco, Carla Geneve) Regie führte.

Dulcie-Sängerin und Keyboarderin Ash Carr-White erzählt über die Entstehung des Songs: „‚Ethereal“ begann ursprünglich als Gedicht. Ich war im Süden schnorcheln und war beeindruckt, wie viele verschiedene Fischarten alle in Harmonie zusammenleben. Das brachte mich dazu, über uns als Menschen und all unsere Unterschiede nachzudenken und die Hoffnung, dass wir darüber hinwegsehen können und die Menschen so akzeptieren, wie sie sind, ohne sie zu verurteilen. Am Anfang hatte ich die Worte: ‚What a beautiful thought, to think that we are all equal, we are ethereal souls, masquerading here as people‘ und dann, nach ein bisschen mehr Arbeit, wurde das Gedicht zum Song!“

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