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Neu auf dem Videomarkt #221

Neu auf dem Videomarkt #221

Billie Marten

Billie Marten hat ihre neue Single und das Video zu „Human Replacement“ veröffentlicht, der letzte Vorgeschmack auf ihr drittes Album „Flora Fauna“, das diesen Freitag erscheint.

Über das Video zu „Human Replacement“ sagt Marten: „Dieses Video musste unbedingt zur Botschaft des Songs passen, vor der ich mich anfangs scheute zu sprechen. Als die kreativen Diskussionen zwischen Joe Wheatley (Regisseur) und mir begannen, wurde es unglaublich wichtig, die Absurdität zu vermitteln, dass man vor allem als Frau nachts einfach nirgendwo hingehen kann, ohne diese schreckliche, eiskalte Angst davor zu haben, was einem passieren könnte. Daher braucht jede Frau in dem Video den Schutz einer kompletten Armeeausrüstung, um die einfachsten alltäglichen Aufgaben zu erledigen (wie z.B. joggen zu gehen oder von der Arbeit nach Hause zu kommen. Mein treuer Sicherheitspanzer bringt mich zum Laden, um Milch zu kaufen. Es ist eine absichtlich absurde Illustration eines beunruhigend realen Problems, das angesprochen werden musste.“

SQUID

Frisch nach ihrem von der Kritik gefeierten Debütalbum „Bright Green Field“ auf Warp Records, das auf Platz 4 der Charts landete, liefert die experimentelle Gruppe Squid aus Bristol das Video zur Leadsingle „Pamphlets“ unter der Regie von Raman Djafari.

„Das Video für Pamphlets ist eine Meditation über das Gefühl, unpassend, nicht liebenswert, nicht kompatibel zu sein und die manische Angst und den Stress, die daraus resultieren. Ich wollte einen Gemütszustand erforschen, in dem ich mich schon oft befunden habe, nämlich die Angst, nach draußen zu gehen und mit all dem konfrontiert zu werden, was man an sich selbst nicht lieben kann. Verwurzelt in einem Trauma, das sowohl persönlich als auch immer mit der Gesellschaft als Ganzes verbunden ist, ist es unglaublich schwer, schädlichen Selbstbildern zu entkommen.“

Eunique

Mit „LOST“ erscheint einer von EUNIQUE’s wichtigsten Tracks überhaupt, denn mit „Lost“ setzt die einzigartige Künstlerin ein Zeichen gegen die Gewalt an Frauen.

Bereits mit ihrer Single „CUT“ hat Eunique bewiesen, was für einen starken Charakter sie besitzt und dass man sich besser nicht mit ihr anlegen soll. Mit ihrer neuen Song möchte sie nun empowern und einen der größten sozialen Missstände unsere Gesellschaft ansprechen. Es geht um Frauen und die an ihnen verübte Gewalt, um Erfahrungen, Beobachtetes und um das, was jeden Tag überall auf der Welt stattfindet. Aber vor allem geht es darum, sich zu wehren, sich zu schützen und für die, die es selbst nicht können, diese Aufgabe zu übernehmen: sich vor alle unterdrückten, misshandelten und am Boden liegenden zu stellen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen

Sons Of Raphael

Sons Of Raphael veröffentlichen den Song „Yeah Yeah Yeah“. Es ist der letzte Vorbote des Debütalbums „Full-Throated Messianic Homag“e, das am Freitag erscheint.

Zum Song gibt es ein Video des Duos Wiissa, das u.a. bereits mit Phoenix und Karen O. gearbeitet hat. Den Sound beschreiben die Sons Of Raphael als einen Moment der Klarheit nach jahrelanger Mühsal: „‘Those who sow in tears will reap with songs of joy’ – dieses Zitat aus den Psalmen ist der Kern des Videos zu Yeah Yeah Yeah“, so die Band. „Die Tränen symbolisieren die sieben Jahre des Hungers, denen sich mein Bruder und ich hingegeben haben, um das Album zu machen. Von diesem Leid kehren wir zurück mit Liedern der Freude, um diese biblische Prophezeiung zu erfüllen. Die, die weinten, sollen nun frohlocken und jubilieren.“

Alex Mayr

Sonntag im Park, mit Kater im Kopf. Alles tut weh, alle Geräusche nerven. Aber das ist schnell vergessen, wenn man den Abend davor Revue passieren lässt und die Schmetterlinge im Bauch den hämmernden Kopfschmerz wettmachen. Mit „MARGARITAS“ läutet Alex Mayr den Frühsommer mit ihrem unverkennbar cineastischen Sound ein und verkürzt die Wartezeit auf das Konzeptalbum „PARK“.

„Ich wollte endlich einen Song schreiben, der einfach nur leicht ist. Ein Song, der das Gefühl einfängt, wenn man sich verkatert an einen perfekten Abend erinnert und ihn am liebsten noch mal erleben würde. Meine Sehnsucht in Zeiten der Pandemie, einen solchen unbeschwerten Abend wieder erleben zu dürfen, spielte hier natürlich mit hinein.“

philemic

„4/ok“, der neue Song von philemic, ist der Spiegel einer Jugend dessen Weltordnung nicht zeitgemäß auf sie zugeschnitten ist. Sanft flüstert uns Mican genau diese Thematik mit nachdenklichen und starken Versen wie „a system made for a mermaid“ zu und demonstriert uns für knappe zwei Minuten, wie es ist in seiner boden- und farblosen Erdkugel zu hängen.

„Ich habe nie verstanden, warum Chefs, Politiker oder sonst wer in Anzug zur Arbeit kommen. Sie tragen die größte Verantwortung und wer kann schon sein bestes in einem einengenden Anzug abliefern? Warum kein bequemes Shirt?“ spricht der 24-jährige und bringt seine Gedanken über eine trügerische Scheinwelt auf den Punkt.

Novaa

Vor wenigen Wochen teilte Novaa bereits „This Ain’t Your Home“ mit uns, ein Song der einen tiefen Einblick in die Vergangenheit der Musikerin bot. Jetzt erscheint die neue Single „She’s A Rose“ und gleichzeitig mit ihr veröffentlicht Novaa ebenso das Release-Date ihres im Sommer erscheinenden dritten Albums.

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„An dem Tag, an dem ich „She’s A Rose“ geschrieben habe, bin ich aufgewacht und hatte bereits eine Melodie im Kopf. Ich erinnere mich noch, wie ich mich morgens im Badezimmerspiegel betrachtet habe und mir die allererste Zeile des Songs vorgesungen habe. Nachdem ich diese aufgenommen und etwas bearbeitet hatte, fügte sich alles andere sehr schnell und natürlich zusammen. Es fühlt sich irgendwie so an, als hätte ich mich nicht dazu entschieden, diesen Song zu schreiben, es fühlt sich eher so an, als wollte der Song an diesem Tag einfach, dass ich meinen Raum mit ihm teile. Dieser Song handelt von all den Frauen, zu denen ich aufschaue, die ihre Energie, ihre Zeit, ihre Freude und ihren Schmerz mit mir teilen. Wir alle teilen unseren Raum mit denen, die vor uns kamen. „She’s A Rose“ ist ein Moment, in dem man sie sieht und anerkennt und ihnen dankt.“

Dotan

Der niederländische Songwriter, Multi-Instrumentalist und Sänger mit israelischen Wurzeln veröffentlicht am 28.05. sein neues Album „Satellites“. In dem Titelsong, zudem nun ein Musikvideo gedreht auf 16mm Film erschienen ist, konfrontiert sich Dotan mit dem Zweifel: Woran zerbrach die Liebe? Welche Abzweigung war die falsche? Dotan weiß es nicht, kommt zur desillusionierten, ehrliches Erkenntnis: „We are satellites, we are passing through the dead of night”.

Lakes

Nach einer Reihe von Self-Releases, die LAKES in kürzester Zeit auf das Radar von Liebhaber*innen des Midwestern Emo-Rocks gebracht haben, wurde es nach Touren mit Bands wie Nervus und Orchards im vergangenen Jahr ruhiger um das Sextett. Sie nutzten die Zeit, getrieben von ihrem DIY-Ethos, um ein neues Album zu schreiben. Aus der Ferne arbeiteten sie gemeinsam an neuen Songs und gossen ihre individuellen Geschichten in eine Form. Die daraus resultierende Platte trägt den Namen „Start Again“ und erscheint am 30. Juli.

Die Leadsingle und der Titeltrack „Start Again“ thematisiert das kollektive Leid durch die Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns. Sänger Roberto Cappellina drückt auf den Reset-Button, nachdem er den Sommer mit Selbstmedikation verbracht hat, um seine Panikattacken in den Griff zu bekommen. Cappellina erklärt: „Während der Lockdowns im letzten Jahr hat meine Psyche wirklich enorm gelitten. Als Folge habe ich mich ziemlich stark selbst medikamentös behandelt. Im Moment gibt es ein kollektives Leiden, was es schwieriger macht, sich mit der Geschichte eines Einzelnen betroffenen wie mir zu identifizieren, aber diese Musik war mein Ventil dafür.“

James Vincent McMorrow

„Grapefruit Season“ ist das fünfte Studioalbum von James Vincent McMorrow. Der Songwriter und Produzent nahm das neue Werk in London, Los Angeles und Dublin auf, überwiegend vor der Pandemie.

Nach „Headlights“, „Gone“ und „I Should Go“ veröffentlicht McMorrow mit „Paradise“ die letzte Single-Auskopplung vor dem Albumrelease.

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