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Neu auf dem Videomarkt #225

Neu auf dem Videomarkt #225

Trentemøller

Mit Golden Sun/Shaded Moon, Trentemøllers erster Veröffentlichung seit der Obverse-LP von 2019, kehrt er zu instrumentalen Kompositionen zurück. Es ist der neueste Eintrag in einer fortlaufenden Zeitschrift mit zusammengestellten musikalischen Fallstudien, die Spannung und Auflösung untersuchen.

Wenn die „Golden Sun“ aufgeht, können wir spüren, wie der Tau abtaut und unser Körper in Wärme gebadet wird. Neue Themen schlüpfen und steigen auf, die sich dem Leitmotiv des Songs zuwenden. Stellplätze biegen sich, verwandeln sich, und wir erinnern uns an geschätzte Tage, als wir schlaftrunken auf einer Anhöhe lagen, in Sonnenstrahlen gehüllt, sowohl natürlich als auch chemisch berauscht. Während das Lied unsere Augenlider schließlich dem Gewicht des Schlafes erliegt, träumen wir von einem zusammenbrechenden Stern.

„Shaded Moon“ beginnt mit einer Folge von perkussiven Ausbrüchen in die große Weite, während sich geladene musikalische Teilchen langsam zu einer Ohrmuschel versammeln. Der Gipfel kommt an, als ob er dem Makrokosmos nach einem kurzen Moment der Ordnung einen Score geben wollte, der in seinen vorgeblichen Zustand des Chaos zurückkehrt. Es löst sich mit Schichten pulsierender Synthesizer auf und signalisiert den Rückzug der perigäischen Gezeiten.

Marteria

Nach “Niemand bringt Marten um” und “Paradise Delay” (mit dazugehörigem Ravestream aus dem legendären Berliner Club Wilde Renate) veröffentlicht Marteria nun seinen neuen Song “Marylin”.

Es ist die dritte Single des Rostockers in diesem Jahr. Und wieder zeigt er darauf seine Ausnahmestellung als Songwriter, Weltenerschaffer und nimmermüder Musikneudenker.

“Ich glaub’, wir sind zu mehr bestimmt / Du weißt, dass wir gefährlich sind / Verboten und verherrlichend / Deine Augen strahlen wie Halogen, Marilyn!”

Vordergründig handelt “Marilyn” von der Frau der Träume und der heiklen Ambiguität der Liebe. In Wahrheit aber steht die Figur für all die Verheißungen einer Welt zwischen Selbstoptimierung und Lostness. Für den niemals Ruhe gebenden Drang nach vermeintlich Besserem und Höherem. Für diese ewig unbestimmte Suche, an deren Ende im besten Fall die Erkenntnis steht, dass das Ziel die ganze Zeit um uns herum war. Für die Weite der Welt und die Verlockungen der Nacht und diesen gottverdammten goldenen Käfig aus Privilegien und Freiheit.

Marylin ist das, was wir alle wollen – ohne zu wissen, was es eigentlich ist.

Kaktus Einarsson

Der isländische Produzent, Songwriter und Fufanu-Frontmann Kaktus Einarsson veröffentlicht heute, drei Wochen nach dem Release seines langersehntes Solo-Debüts „Kick The Ladder“ (via One Little Independent Records).

LENA

Kein Drama. Keine Fakes. Keine Beauty-Zwänge. Und kein ständiges Eifern mehr nach falschen Idealen und Oberflächlichkeiten. In die Tonne mit toxischem Sondermüll wie überholten Statussymbolen, falschen Freunden und veralteten Vorstellungen, wer wie zu sein hat. Mit ihrer brandneuen Positivity-Hymne „Strip“ demonstriert Lena, dass weniger oft mehr ist. Dass es keine vorgefertigten Schablonen braucht, um die eigene Schönheit und Individualität zu erkennen. Frei nach dem Motto „Strip it off!“ feiert die Sängerin ihr völlig neu definiertes „Selbst“-Bewusstsein und eine gesunde „Who cares?“-Einstellung, mit der sie sich nun auf ihrer brandneuen Single zurückmeldet!

Lena selbst sagt zum Release:

„Es geht darum, die schönen Dinge an sich selbst zu erkennen und zu feiern. Sich selbst den Raum für Akzeptanz und Entwicklung auf unserem Pfad zu geben“, so Lena über die Botschaft ihrer neuen Single. „Wir alle befinden uns in einem spannenden Abenteuer, bei dem wir selbst über den nächsten Schritt entscheiden. Wir alleine sind für unser Handeln verantwortlich. Wir haben die Möglichkeit, uns selbst zu entdecken und so zu sein, wie wir uns gut fühlen, während wir unseren Werten treu bleiben. Auch wenn dies vielleicht manchmal bedeutet, gewisse Dinge abzulegen und an sich zu arbeiten. Am Ende geht es darum, sich in der eigenen Haut wohlzufühlen ohne Dinge zu erzwingen, die nicht zu einem passen. Es geht darum, liebevoll zu sein – und das nicht nur zu sich selbst, sondern auch zur gesamten Umwelt.“

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Luwten

Luwten – alias die in Amsterdam lebende Produzentin, Songwriterin und Musikerin Tessa Douwstra – veröffentlicht heute ein neues, selbst gedrehtes Video zu ihrer aktuellen Single „Standstill“. Der Song stammt aus ihrem von Kritikern gelobten neuen Album „Draft“, das Ende April via Glassnote Records erschienen ist. Zusammen mit dem Video kündigt Tessa auch eine Reihe von Live-Shows in Europa, darunter auch zwei Dates in Deutschland.

Über das neue, selbst konzipierte und ausgeführte monochrome Video – das an den Stil antiker Cameo-Porträts erinnert – sagt Tessa: „This video was choreographed, filmed and directed by myself in my studio in Nijmegen in The Netherlands. The idea for the video was inspired by a photo Mariska Kerpel took of me using just a spot and a big piece of paper. It felt classic and analogue. Ideas stripped to the core and a main role for the circle, the moon, the sun – time. Lights were done by Torre Florim who has also been a great target to shoot ideas and really good at shooting them back to me. Edit was done by my long time collaborator Mcklin.“

Über den von Bon Iver und James Blake beeinflussten Track „Standstill“ sagt Tessa: „Sometimes it can feel like time just passes. The sun comes up and goes down while the moon keeps orbiting earth, following the same path over and over again. As if things are out of our control moving on and circling meaninglessly. Until it all comes to a standstill. Can we choose to stop and change direction if we want to?“

Selma Judith

Die dänische Künstlerin Selma Judith hat ihre neue Single “Hollow Grounds“ veröffentlicht – ein neuer Vorgeschmack auf ihr kommendes Debütalbum. Nachdem ihre letzte Single „Some Folklores“ im dänischen Radio zum „Song der Woche“ ernannt wurde, experimentiert die Sängerin weiter damit, wie Genres gemischt und konventionelle Klänge verdreht werden können. Selma Judiths freie Einstellung beim Musikmachen hat zu einer zweiten Single geführt, die es sowohl ihrer Stimme als auch ihrer Harfe ermöglicht, neben experimentellen Beats zu gedeihen – und mit “Hollow Grounds’’ zeigt Selma Judith , wie gute Popmusik heutzutage auch klingen kann.

Nachdem sie 2018 ihre Debütsingle „Kind Of Lonely“ auf Soundcloud veröffentlicht hatte, erhielt Selma Judith sofort internationale Aufmerksamkeit. Der Song wurde vom deutschen und britischen Radio hochgelobt und bis heute wurde er auch mehr als 1,2 Millionen mal auf Spotify gestreamed. Es folgten Kollaborationen mit namhaften Künstler*innen wie MØ, VERA und The National. Im Jahr 2020 unterzeichnete die dänische Künstlerin dann bei Sony Music einen Plattenvertrag. Ihr Debütalbum wird noch in diesem Jahr erscheinen.

Selma Judith ist Singer-Songrwriter aus Nørrebro, einem urbanen und pulsierenden Stadtteil Kopenhagens. Im stolzen Alter von 15 Jahren lernte sie Harfe zu spielen. Das recht späte Erlernen eines klassischen Musikinstruments war letztendlich aber kein Nachteil: Ihr zartes Harfespiel gepaart mit exquisiten R&B-Sounds geht unter die Haut.

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