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Neu auf dem Videomarkt #234

Neu auf dem Videomarkt #234

Van Holzen

Nach fünf Jahren Bandgeschichte veröffentlichen Van Holzen am 12. November 2021 ihr drittes Studioalbum „Aus der Ferne“ und gehen Ende des Jahres auf Tour. Vorab präsentieren sie ein neues Musikvideo zur Single „Gini“, in der sie feststellen, dass Glück nicht von Oberflächlichkeiten abhängt, sondern von innen heraus entsteht.

Mavi Phoenix

Mit „Tokyo Drift“ kommt die dritte Single von Mavi Phoenix in diesem Jahr. „Grass And The Sun“, „Nothing Good“ und nun „Tokyo Drift“. Es sind die ersten drei Veröffentlichungen nach dem vielbeachteten Debütalbum „Boys Toys“. Drei Songs, die in ihrem Kern unterschiedlicher nicht sein könnten, aber im Gesamtbild die Klarheit und Vielseitigkeit im Songwriting des österreichischen Künstlers unterstreichen.

Vermittelte „Grass And The Sun“ mit seinen Dreampop-Elementen das Bild eines entspannten, aber melancholischen Sommers und erzählte „Nothing Good“ als rockige R´n`B Ballade die Geschichte einer ungesunden Beziehung, von der man nicht loszukommen scheint, so ist „Tokyo Drift“ die Rückkehr zur Positivität. Eine Hommage an die Leichtigkeit des Moments. „Management wanna know where I am going. I don`t know I find peace in the moment.” Eine Textzeile, die exemplarisch für die inhaltliche Ausrichtung des Songs steht und sich spielerisch wie auch selbstbewusst über den prägnanten Hip Hop Beat legt. Es ist nicht immer leicht sich freizumachen, sich von der Lust am Leben treiben und inspirieren zu lassen. Mavi Phoenix hat einen Zugang gefunden und wir können mit Freude daran teilhaben.

„Tokyo Drift ist für mich ein sehr positiver, spielerischer Song, der meine neu gewonnene Lust am Leben einfangen soll. Ich bin so selbstbewusst und locker an den Track rangegangen, wie es mir vielleicht vorher nicht möglich war“, erklärt Mavi.

Majan

Am vergangenen Freitag gab es wirklich einen Grund zur Freude, denn der vielschichtige Künstler Majan hat endlich sein langerwartetes Debutalbum „Skits veröffentlicht und dazu noch ein brandneues Video zu dem Song „Zombie“ präsentiert, welches Majan‘s tiefgründige Texte mit einer düsten Gitarrenmelodie paart und vom Kölner Künstler Edo Saiya ergänzt wird.

Tiemo Hauer

Der Blick in die Vergangenheit kann zwiespältig sein. “Weisst du noch damals”, Tiemo Hauers zweite Single der EP „Sie kommen immer wieder raus” (Vö 17.09.2021), erinnert sich an unbeschwerte Zeiten, die aus heutiger Sicht allerdings gerne mal mit Schamgefühlen verknüpft sind. „Wieso habe ich das bisher nicht gesehen? Wie konnte ich mal so denken? Wie konnte es normal für mich sein so zu reden?“ Fragen vor denen man am liebsten weglaufen würde oder eben, man greift nach der Egitarre und macht den Gedanken lautstark Luft.

Nach seinem 2020er Album „Gespräche über die Vor- und Nachteile des Atmens“ veröffentlicht Hauter mit „Weisst du noch damals“ die zweite Single der kommenden EP: Zweifel? Sorgen? Schlechte Angewohnheiten? Nazis? – „Sie kommen immer wieder raus” – Tiemo Hauers neue EP mit ebendiesem Titel entstand (Überraschung!) während einer Pandemie und ist damit seine Strategie die eigene Zeitschleife zu durchbrechen.

ÄTNA x MEUTE

Avantgarde Pop trifft auf analog-technoiden Marching-Sound. ÄTNA und Meute veröffentlichen die gemeinsame Single ’Weirdo’. Ein tanzbares Stück analoger Techno, wie gemacht dafür, ein Sommerhit der etwas anderen Art zu werden.

’Weirdo’ ist für MEUTE der erste Release in diesem Jahr und gleichzeitig der Beginn einer Serie regelmäßiger Veröffentlichungen, die ab Ende Juli das neue Album ’Taumel’ einleiten, welches im Sommer 2022 erscheinen soll. ’Weirdo’ eröffnet bei MEUTE eine neue Klangwelt. Neben den gewohnten feinen Gänsehaut-Akzenten von Marimba, Hörnern und Trommeln wird das übliche analoge-technoide Profil durch das Zusammenspiel mit ÄTNA stilistisch bereichert. Für ÄTNA ist der Track ein erster Vorgeschmack auf weitere Veröffentlichungen in diesem und nächsten Jahr und zeitgleich musikalisch ein Schritt nach vorne in eine neue Ästhetik: Sportlicher, dicker, feiner, der Song legt Wert auf Beweglichkeit, ist tanzbar, knallig, sagt deutlich: Wir müssen jetzt alle mal wieder raus an die frische Luft. Erinnert im Vorbeigehen an den Berliner Tresor in den 90ern, an die zerrigen Beats der Chemical Brothers, verknüpft diese spielerisch mit Afrobeat und dem New-Orleans-Marching-Band-Sound von MEUTE. Im Vergleich zu ’Made By Desire’ fällt auf: Der Hall ist weg, alles ist ein bisschen direkter und eine Spur verspielter.

Egotronic

wenn man bedenkt, dass Torsuns Besuch eines Konzerts von Andreas Dorau im Jahr 1996 seine musikalische Welt durcheinander wirbelte und somit an diesem denkwürdigen Abend der Keim, der zur Gründung von Egotronic führen sollte, gepflanzt wurde, muss die dritte Single-Auskopplung zum am 23.07. erscheinenden Egotronic-Jubiäums-Album „Stresz“ als fulminanter Höhepunkt einer 25 Jahre andauernden musikalischen Entwicklung gewertet werden. Und während im Video zum Song genüßlich und in eindringlicher Art und Weise die letzten 20 Jahre Bandgeschichte zelebriert werden, macht der Songtext unmissverständlich klar, dass das längst nicht Alles gewesen sein kann.

Blow

Die französische Indie Band Blow veröffentlicht die neue Single « Shake The Disease » feat. Anna Majidson. Es ist nach „Full Delight“ und vor kurzem „One Life“ bereits die dritte Auskopplung aus ihrem kommenden Album « Shake the Disease », das im Herbst erscheinen soll.

„Shake The Disease“ ist ein entspannter Song, der mit einer COLORS-Session veröffentlicht wird, in der Quentin (Sänger von BLOW) mit dem einzigen Featuring des Albums, der Songwriterin und Sängerin Anna Majidson vom französischen Duo HAUTE) zusammen performt.

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„Dies ist kein Liebeslied. Es ist ein Hilferuf, der während einer komplizierten Zeit geschrieben wurde, in der wir unsere Spuren verloren. Wir dachten natürlich an Anna, um einen der beiden Charaktere der Geschichte dieses Tracks zu verkörpern. Wir lieben ihre Stimme, die Wärme und Sinnlichkeit. Wir sind sehr stolz und glücklich, sie als einziges Featuring auf dem Album zu haben.“ – BLOW

SHYGIRL

SHYGIRL präsentiert das Musikvideo zur sexpositiven Single „BDE“, für welche sie sich mit Rapper slowthai verbündet und selbst als Regisseurin agierte. Den Song präsentierte sie vor wenigen Wochen mit ihrem 15 Minütigen Performance Film „BLU“, in welchem der Rapper ebenfalls einen Auftritt hat.

BDE – Selbstermächtigung statt Sexualisierung

Das minimalistische Musikvideo steht im Kontrast zum disruptiven und frischen Sound der Single selbst. SHYGIRL im Bunnykostüm- jugendfrei. In dem Song wiederum geht es expliziter zu – BDE steht für „Big Dick Energy“ – Ein catchy Song mit philosophischeren Hintergrund, als der Text vermuten lässt.

Es ginge nicht nur um ihre Liebe für Sex, erklärt sie in einem „The Guardian“ Interview, sondern vielmehr darum, die ungleichen Machtdynamiken und ihre Frustration zum Ausdruck und somit Machtverhältnisse zum Schwanken zu bringen. Darum, die Situation umzudrehen, sich in die Positions des Angreifers oder Benutzers zu versetzen, anstatt benutzt zu werden.

LUNA

Die treibende Powerpop-Produktion verwischt die Grenzen zwischen modernen, von Rap beeinflussten Sounds und klassischen Songwriter-Arrangement, LUNAs eindringliche Stimme erzählt vom Fallen undAufstehen. Und löst damit das Versprechen von Popmusik ein, den Anderen, den Freaks, den Unangepassten ein Sprachrohr zu geben, Power und Empowerment!8 Milliarden Geschichten–aber „BLAU“ hat eine universelle Aussage:

„Lass dich nicht verbiegen, lass die Leute labern, hab‘s gemacht, leb in Frieden!“

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