Now Reading
Neu auf dem Videomarkt #237

Neu auf dem Videomarkt #237

José González

Fernab von allen Disco und Dance und Pop Klichees hat José González ein wunderschön leichtes, zurückgenommes Wunderwerk geschaffen, niemand hat bisher so charmant zum Tanzen eingeladen wie José in diesem Lied: „‚Swing‘ is a song about dancing and following your natural impulses. ‚Swing’ was musically inspired by high-life from West Africa and Caribbean music. With its layered light guitars and a melodic bass line on top of a beat from a drum machine app“

Mikel Cee Karlsson (Fever Ray, Junip) zeigt sich wieder verantworlich für ein aussergewöhnliches Video: „I was thinking of ideas for ‘Swing’ when I stumbled upon a scientific paper that focused on the behavioral patterns of birds and their movements in the sky. I found the natural choreography of the birds really beautiful. Like a form of dance, shaped for survival.That gave me the idea to for an alternative kind of dance video, using everyday scenes and set in a common place, like an average Swedish beach. I wanted to see what natural choreography I could find there. In the basic interaction between people, animals and objects. Trying to highlight specific movements and patterns in order to find some banal, but beautiful and iconic little snapshots from everyday life, and make them dance.“

Shawn Mendes

Im vergangenen Jahr begeisterte Shawn Mendes mit seinem Album „Wonder“ das Publikum und sicherte sich zum vierten Mal in Folge Platz #1 der US Billboard Charts. Die begleitende Netflix-Doku zeigte einen Blick hinter die Kulissen seiner Karriere und zeigte eindrucksvoll, mit wieviel Liebe und Herzblut Shawn Mendes an seinen Songs und Kompositionen arbeitet. Nun warten die Fans bereits sehnsüchtig auf neue Musik – und nun endlich versüßt Shawn Mendes uns den Sommer mit seiner neuen Single „Summer Of Love“.

Im Laufe seiner Karriere hat der 23-jährige Superstar aus Toronto schon zahlreiche #1-Albumdebüts, Platin-Alben und Multi-Platin-Singles sammeln können. mehr als 50 Milliarden Song-Streams, mehr als 40 Millionen monatliche Spotify-Hörer*innen, zudem mehr als 200 Millionen verkaufte Singles weltweit sind mehr als eine ordentliche „Hausnummer“ und sprechen für sich…
„Summer of Love“ wurde gemeinsam mit dem Hit-Produzenten Tainy produziert: eine Kollaboration, die einen Sommerhit garantiert.

LEA

Auf der neuen, heute erscheinenden Single „Wenn du mich lässt“ begleitet LEA und ihre Stimme lediglich die Gitarre. Das mutet im ersten Moment ein bisschen wie neues Terrain für die 29-Jährige an, die ja in erster Linie mit ihrem Klavier in Personalunion lebt. Doch auch hier fährt es den Hörerinnen und Hörern wieder ganz sanft ins Mark. Denn: LEA wächst oft genau dann, wenn die Töne kleiner werden, wenn das Prätentiöse schwindet und sie ohne Herumdruckserei das, was ist, einfach so sagt oder vielmehr singt. Ihre Beobachtungen, Gedanken und Wünsche werden dann zu genau solchen leisen Liebeserklärungen und Zeilen wie „Ich werd dich lieben, wenn du mich lässt“.

Skrillex, Justin Bieber & Don Toliver

In diesem Jahr konnte man bereits mit einer Reihe von Singles und Kollaborationen Zeuge von Skrillex‘ fortwährender Weiterentwicklung werden. Nun hat der kalifornische Producer einen neuen Hochkaräter veröffentlicht: Für „Don’t Go“ hat er seinen langjährigen Kreativpartner (u.a. Jack Üs „Where Are Ü Now“) und Freund Justin Bieber ins Studio geholt, außerdem ist mit Rapper/Sänger Don Toliver einer der heißesten Newcomer der jüngsten Zeit mit von der Partie.

Über Skrillex‘ komplex verwobene Produktion aus akustischen und elektronischen Elementen legt das Duo geschmeidige Strophen wie „My Mona Lisa, baby / My masterpiece, bae / When I’m pieces, baby / You give me peace of mind“ (Justin Bieber) oder „Girl, I need to see your face, hit the gas to win the race / Thirty pounds of loaded bass, move it, babe, I love the chase“ (Don Toliver).

Runter wie Butter beziehungsweise wie Gold geht auch das begleitende Musikvideo, in dem Skrillex, Bieber und Toliver als lebende Ausstellungsstücke in unterschiedlichen musealen Settings gezeigt werden, bevor sie am Ende komplett von einer Goldhülle ummantelt werden.

KUOKO

„Yellow Fever Gaze“ ist KUOKOs neueste Single aus ihrem bevorstehenden selbstbetitelten Album, das am 22.10. bei Kabul Fire Records erscheinen wird.

Der Track nimmt eine leichtere, beschwingtere Wendung, während KUOKOs freche Stimme über ein ziemlich ernstes Thema singt: Die Fetischisierung asiatischer Frauen und die daraus resultierende entmenschlichende, belastende Wirkung, die KUOKO selbst als vietnamesisch-deutsche Frau dabei empfindet. Mit dem Track will sie auf den Rassismus aufmerksam machen, den asiatische (aussehende) Frauen erleben – und erklärt, warum sie einen unbeschwerten Synthie-Pop-Sound gewählt hat: „Da es sich um ein schwieriges Thema handelt, war es für mich hilfreich, die Botschaft in ein fröhliches, beschwingtes Pop-Gewand zu kleiden. Auf diese Weise fühlt es sich ermächtigender an“ – ein Gefühl, das sie mit dem dazugehörigen Musikvideo mit Selbstverständnis unterstreicht.

See Also


Mensch Moritz

Das Debütalbum „Willkommen im Freak“ von Mensch Moritz ist digital erschienen und wird mit der Videopremiere von „Wichtig ist mir heute egal“ gefeiert.

Wer kennt ihn nicht, den Katertag. Der Schädel dröhnt. Was anderes als das Bett? Undenkbar! Da kommt oft die Frage in einem auf? Musste das gestern sein? Mensch Moritz meint in seinem neuen Song „Wichtig ist mir heute egal“, ja den Katertag braucht es unbedingt. Keine Nordwandbesteigung, kein Badespaß mit supertollen, sehr schönen Freunden, keine Möglichkeit für unendlich viel Spaß.
Na ja, und wenn man so einbetoniert in der Waagerechten liegt, dann empfiehlt sich den Rest des Albums von Mensch Moritz anzuhören. „Willkommen im Freak“ heißt es und der Titel ist Programm.

All The Luck In The World

Ein Song, der ein bisschen so klingt, als wäre Alt-J Readioheads „How to Disappear Completely“ eingefallen. „Only Avenues“ ist ein Beispiel für die komplexen Kompositionen, die uns auf „How The Ash Felt“ erwarten, und eine Meditation voll von so kryptischer wie persönlicher Poesie, die von einem Buchladen in einem Ort namens Waverly über einen leeren Zug bis zu einer Hochbahn führt, nur um am Ende einzusehen: „We’re only avenues halfway down the high line.“

Das Video zu „Only Avenues“ zeigt die Straßen von Marseilles – mal mehr, mal weniger belebt. Dazwischen Sequenzen der Band, musizierend und sich gemeinsam als Einheit ihren Weg durch ein Gestrüpp aus Straßen und Wegen bahnend. Ein Meer an Eindrücken, alleine und klein sein in einer anonymen, überwältigenden Umgebung und doch seinen Halt finden durch zwischenmenschliche Begegnung. Dazu die Musik, die spielend leicht in der Lage ist, Gefühle in einem zu wecken, von deren Existenz nicht einmal das Unterbewusstsein zuvor Notiz genommen hatte.

IL CIVETTO

Die Berliner Band IL CIVETTO veröffentlicht pünktlich zum 25. Todestag von Rio Reiser ihre Single „Rio Reiser Platz“. Die erste Single ihres für nächstes Jahr angekündigten Albums. Der Song ist sowohl von Rio Reisers Werk inspiriert als auch von einer Initiative, den Heinrichplatz in Berlin Kreuzberg in den Rio-Reiser-Platz umzubenennen. Zu gleichen Teilen Sommerhit und substanzieller Beitrag zur Gentrifizierungsdebatte.

Scroll To Top
Translate »