Now Reading
Neufundland mit Video zu „Männlich Blass Hetero“ und Albumankündigung

Neufundland mit Video zu „Männlich Blass Hetero“ und Albumankündigung

Erst eineinhalb Jahre ist es her, dass Neufundland mit ihrem Debütalbum „Wir werden niemals fertig sein“ eine mehr als eindrucksvolle Visitenkarte abgaben und sich für Großes empfahlen. Nun veröffentlichen die fleißigen Kölner bereits am 31. Mai das zweite Album mit dem schlichten Namen „Scham“.

Schambehaftet, zurückhaltend oder brav klingt die Zweitveröffentlichung mit ihren krachenden Gitarren und parolenartigen Gesängen allerdings überhaupt nicht. „Scham“ nutzen die Texter und Sänger Fabian Langer und Fabian Mohn vielmehr als leitmotivischen Bezugspunkt für ihre Texte.

Am Freitag erschien die erste Singleauskopplung „Männlich Blass Hetero„, welche einen guten ersten Eindruck gibt, wohin die Reise auf „Scham“ geht: Gekonnt schaffen Neufundland den Spagat zwischen treibendem R&B und krachenden Indie-Rock-Gitarren, wobei Sänger und Texter Fabian Langer mit seiner eigentümlich dandyhaften Punk-Attitüde die eigenen männlichen Privilegien reflektiert und seinen mitunter ironischen Blick auf Toxic Masculinity und White Supremacy lenkt.

Ein Glück, mein Glück ist mir schon in die Wiege gelegt„, singt Langer. Und später: „Kaffee Latte, Business Punk, mein iPhone filmt den Mandigo-Kampf„. Schnell wird klar: „Männlich Blass Hetero“ ist elegante Provokation und eigenes Schuldeingeständnis zugleich.


Die inhaltliche Tiefe des Songs verdeutlicht den Anspruch der Band, zeitgenössische Themengrenzen des Pop zu sprengen und die Messlatte für zeitgenössische Sprache und Musik höher zu legen – mondän, selbstbewusst und infektiös für die Ohren.

Zusammen mit dem Produzenten Tilmann Ostendarp, seines Zeichens Drummer der Schweizer Band Faber, hat Sänger Fabian Langer den voluminösen Neufundland-Sound weiterentwickelt und zu eleganter Rockmusik ausgeformt.

Langer, der sich gerade als Co-Produzent für die Kölner Kollegen Annenmaykantereit einen Namen gemacht hat, war ein internationaler Sound besonders wichtig: Wer die komplexe Gitarrenarbeit auf „Scham“ hört, denkt an Bands wie Queens of the Stone Age, Foals oder DIIV. Vintage Drums und Motown Bässe komplementieren die komplexe Klangarchitektur einer Band, die sich von einem Geheimtipp zu einer unbedingten Empfehlung entwickelt hat und auf jeden Fall im kommenden Jahr auf viele offen Ohren treffen wird.

See Also



NEUFUNDLAND live

16.-18.05.19: München – Manic Street Parade
17.-18.05.19: Freiburg – Ahoii Festival
15.06.19: Wolfenbüttel – Summertime Festival
12.-13.07.19: Straubenhardt – Happiness Festival
18.-21.09.19: Cuxhaven – Deichbrand Festival


Presse: Community Promotion / Photocredit: Jean Raclet

Scroll To Top