Now Reading
Newcomer Paul Gerlinger kommt „Gut allein“ klar

Newcomer Paul Gerlinger kommt „Gut allein“ klar

Paul Gerlinger klopft an der Tür zur Musikbranche und möchte sich vorstellen. Mit „Gut allein“ im Gepäck lassen wir ihn gerne rein.

Durchgestylte Karrierestories, kurios-einprägsame Künstlernamen und Chichi soweit das Auge reicht – wären wir gerade in einem Rap-Artikel, es würde gefragt werden, was denn mit der „Realness“ sei. Mir will partout keine gelungene Überleitung einfallen, deshalb machen wir es jetzt so: Paul Gerlinger ist ein astreiner Singer-Songwriter – und im echten Leben Standortleiter eines Logistik-Unternehmens. Das ist erfrischend und gewissermaßen #relatable.

Damit hatte er direkt meine Sympathie gewonnen, denn auch ich beschäftige mich in einem 9 to 5-Job hin und wieder mit rollenden Riesen auf der Autobahn. Aber naja, wir sind ja hier nicht bei LinkedIn, sondern ein Musikblog. Und zum Glück macht Paul Gerlinger jetzt auch Musik. Vergleiche und Abgrenzungen zu anderen deutschen Singer-Songwriter-Dudes spare ich mir, denn Paul braucht gar kein Name Dropping und kompetitives Vergleichen hat uns noch nie weit gebracht.

Mit „Gut allein“ bittet der Mannheimer Künstler zum ersten Tanz, den man grad lieber umgeben von seinen Liebsten als allein in der unaufgeräumten Küche vollziehen würde, aber wie Gerlinger im Refrain ein bisschen zu treffend betont: „Ich war immer schon allein„. Generell hat der Song lyrisch einiges zu bieten, die Zeile „Und du willst Zweisamkeit, doch ich bin zweifelsfrei Einsamkeit in Person“ bleibt besonders hängen. Und während ich noch auf meinem Stuhl umherwippe, darf nicht vergessen werden zu erwähnen, dass eine Debüt-EP der Soundtrack des Sommers werden könnte!

 

Scroll To Top
Translate »