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Noah Kahan & „Busyhead“: Für Dichter und Denker

Noah Kahan & „Busyhead“: Für Dichter und Denker

Man sollte offen und unbefangen an die Sache rangehen, wenn man eine Review über einen Künstler schreibt, der bereits kommerziell erfolgreich ist, aber von dem man selbst bisher noch nichts gehört hat. Im Falle von Noah Kahan ist dies jedoch fast ein Verbrechen, denn der Musiker ist schon lange kein Geheimtipp mehr und hat sich binnen kürzester Zeit einen Namen mit seiner Musik gemacht.


Ein Artikel von Dominik Huttner – Auf Busyhead entführt uns Noah Kahan in seine eigene Welt, mal verträumt und malerisch, dann unerwartet wild und klangvoll. Bereits heute ist der Amerikaner ein erfolgreicher Vertreter des Folks und überzeugt mit seiner sanften Stimme sowohl Fans als auch Kritiker. Ein erster Blick auf das Spotify-Profil des Sängers reicht um zu erkennen, dass sich mehr als 5,7 Millionen monatliche Hörer nicht täuschen können.

International bekannt wurde Noah mit seinem Song „Hurt Somebody“, den er zusammen mit seiner Grammy-nominierten Kollegin Julia Michaels aufgenommen hat und der mittlerweile knapp 120 Millionen Mal gestreamt wurde.

In den vergangenen Monaten hat der 22-Jährige unter anderem auch schon seine Kollegen James Bay, Dean Lewis, George Ezra, Ben Folds und Milky Chance auf Tour begleitet, im vergangenen November hat Noah Kahan außerdem seine erste eigene Deutschland-Tour gespielt.

Noah Kahan reitet also auf der Erfolgswelle und krönt seine persönlichen Errungenschaften mit der Veröffentlichung seines Debütalbums ‚Busyhead‘, das seit der letzten Woche erfolgreich die Playlisten und Ladenregale der Welt ziert.

Wie klingt ‚Busyhead‘?

Für ein Debütalbum zeigt sich Noah Kahan bescheiden zurückhaltend. Es gibt melodisch wenige Ecken und Kanten, wenige Ausflüchte aus der Komfortzone.

Vielmehr versinkt man während der 14 Songs in die eigene Welt des Künstlers und taucht erst gegen Ende wieder auf, wenn das Tempo überraschend anzieht und die ganz sanften Töne, einer dominierenden Gitarre weichen. Vielleicht liegt der Zauber aber auch genau in Kunst, den Hörer alleine mit der Stimme zu fesseln.

Kahan veröffentlichte seine Debütsingle erst vor anderthalb Jahren und startete mit Anfang 20 verhältnismäßig spät den Schritt ins professionelle Musikbusiness. Dabei begann er schon im frühen Kindesalter seine Songs auf SoundCloud hochzuladen, wo er erste virale Erfolge verzeichnen konnte. Sein Mut und die Ausdauer nicht aufzugeben haben sich dafür heute in kürzester Zeit bezahlt gemacht. Nun steht Noah dort, wo viele nach ihm gerne hin möchten.

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Insgesamt ist die Veröffentlichung ein wunderbarer Soundtrack für ruhigere und entspannte Tage, für kühle Sommernächte, oder spontane Abenteuerreisen. Freunde des Genre kommen bei diesem Album jedenfalls vollends auf ihre Kosten.

Mit ‚Busyhead, gelingt Noah Kahan der Spagat zwischen altbekanntem und dem Spiel mit Neuem ohne dabei mit dem Feuer zu spielen. Statt mit Verbrennungen lässt euch das Debütalbum des Sängers bloß mit einem wohlig warmen Gefühl zurück.


Autor: Dominik Huttner Presse: Universal Music Germany Foto: Alaina Mullin

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