Zu kalt, zu heiß, zu viel, zu wenig: Wir meckern gerne. Viel. Häufig. Meckern ist quasi eine deutsche Tugend, auf die wir, auch wenn man es nicht zugeben mag, mächtig stolz sind. Doch wenn Dominik und ich eine Sache vom Melt Festival letzten Monat mitgenommen haben, dann sind es good vibes. Oder, wie Yung Hurn bei dem genannten Festival immer wieder predigte: GUTE LAUNE!

1. Anna: Young the Giant – Something To Believe In

Die Mischung aus aufreizenden Gitarrenklängen und der Gute Laune-Indie-Vibes vereinen Young The Giant von Tag 1 meisterhaft. Zwar habe ich bei weitem nicht eine so schöne, kratzige Stimme wie Sameer Gadhia, mitsingen muss ich aber trotzdem immer.

2. Dominik: Mikolas Josef – Lie To Me

So lange schon warte ich auf die passende Gelegenheit, diesen Song in eine unserer Kolumnen einfließen zu lassen. Seit dem ESC Halbfinale im Mai hat sich dieser Song in meinen Gehörgang gebrannt und bereitet mir unentwegt gute Laune.

3. Anna: Maggie Rogers – Give A Little

Ich präsentiere euch meinen aktuellen Girlcrush! Durch „Alaska“ und ihren Mentor Pharell Williams wurde die Welt im letzten Jahr auf sie aufmerksam, doch die 24-Jährige ist so viel mehr! Mit „Give A Little“ lässt sie uns nicht nur weiter zu ihren Beats tanzen, sondern bereitet uns außerdem langsam aber sicher auf ihr Debütalbum vor.

4. Dominik: Kungs – This Girl (Vs. Cookin‘ On 3 Burners)

Wer bei diesem Song die Füße stillhalten kann, sollte vielleicht besser mal ärztlichen Rat einholen, denn der Song ist seit 2016 eine Gute-Laune-Hymne schlechthin und versprüht einfach positive Stimmung. Die überaus gelungene Parodie mit der Titel „Prokrastination“, der deutschen YouTuberin Mirella ist zudem eine wunderbare Hommage.

5. Anna: Miike Snow – My Trigger

Die Band mit dem gehörnten Hasen – ja, die Schweden sind schon ein besonderes Volk. Aber auch ein Garant für gute Laune, wie Miike Snow aus Stockholm mit jedem Album wieder zeigen. Auf ihrem aktuellsten Album „iii“ von 2016 ist dieses Prachtstück beheimatet.

6. Dominik: Izzy Bizu – White Tiger

Kennt ihr diese Songs, die ihr wieder und wieder hören müsst, um sie zu mögen? Dieser ist einer davon. Aber bei jedem Mal wurde meine Liebe ein kleines bisschen größer. Der Sound ist frisch und leichtfüssig und wertet meine Stimmung und meinen Tag meistens deutlich auf.

7. Anna: Mumford & Sons, Baaba Maal, The Very Best, Beatenberg – Wona

Auf ihrer Tour durch Südafrika schlossen sich Mumford & Sons zusammen mit ihren Freunden, der senegalesischen Legende Baaba Maal, dem britisch-malawischen Duo The Very Best und der Indie-Band Beatenberg aus Kapstadt für nur wenige Stunden in einen Studiokomplex ein (die Doku „We Wrote This Yesterday“ zeigt den Entstehungsprozess). Heraus kam die EP „Johannesburg“, die einzelnen kulturellen wie musikalischen Akzente der einzelnen Akteuere zu etwas ganz Besonderem zusammenbringt.

8. Dominik: Glass Animals – Life Itself

Dank einer wunderbaren Playlist von Anna (Honey, Do The Dishes! – Sehr zu empfehlen!) bin ich zufällig auf Glass Animals gestoßen und empfand etwas, das ich seit Bastille in dieser Form nicht mehr erlebt habe. LIEBE AUF DEN ERSTEN „BLICK“ (Ihr wisst was gemeint ist…natürlich geht’s ums anhören). Ich bekomme einfach nicht genug von der Band, dem Song und dem genialen Album „How to be a Human Being“.

9. Anna: Satellite Stories – The Trap

Amerika, Schweden, Südafrika – und nun Finnland. Satellite Stories zeichnet sich für meinen letzten Track verantwortlich, den ich erst im letzten Jahr richtig für mich entdeckte. Der ungewöhnliche Mix aus Instrumenten und Beatfolgen lässt mein Herz höher schlagen und meine Mundwinkel nach oben wandern. Einziger Wermutstropfen: Ende des Jahres löst sich die Band auf.

10. Dominik: The 1975 – The Sound

Meine Schwäche für guten britischen Indie-Rock brachte mich über kurz oder lang auch zu den Dudes von The 1975. Der Song stammt aus dem Album mit dem womöglich längsten Titel überhaupt “ I Like It When You Sleep, for You Are So Beautiful Yet So Unaware of It“. Es stimmt einfach alles und das Video vom Auftritt bei Jimmy Fallon rundet den unfassbar positiven Eindruck einfach perfekt ab. Ich möchte das Gefühl konservieren, dass dieser Song ABER vor allem das Video bei mir erzeugt. Pure Freude.


Autoren: Anna Fliege & Dominik Huttner Foto: Kyle Glenn on Unsplash