Kennt ihr diese mysteriösen Menschen, die ohne Musik auf den Ohren joggen oder ins Fitnessstudio gehen? Wir gehören nicht zu dieser Personengruppe, für die wir gleichsam Bewunderung und Verwunderung übrig haben. Nein, ganz im Gegenteil. Die Zeit während des Sports nutzen wir, um teils sehr fragwürdige Musik besonders laut zu drehen. Wie unterschiedlich Geschmäcker dabei sein können, lest ihr in unserer heutigen Kolumne. Während Dominik ein Herz für gute Remixe hat, tänzelt Anna irgendwo zwischen Mainstream-Pop und Straßenrap.


1. Anna: Taylor Swift – Look What You Made Me Do

Willkommen inmitten meiner Guilty Pleasures. Beim Aufwärmen brauche ich dringend leichte Gute Laune-Musik, um mich zu motivieren. Wenn vor dir ein Mädchen lautlos singend auf dem Crosstrainer tanzt, sind wir beide im gleichen Fitnesstudio, hi!

2. Dominik: Tove Lo – Talking Bodies (KREAM Remix)

Der Titel ist für mich Programm. Zwar behandelt der Song eine völlig andere Art des Ausdauersports, doch die Körper im Gym sprechen ebenfalls eine eigene Sprache. Neben all den gestählten Körpern, fällt es manchmal gar nicht so leicht nicht aufzugeben und weiter an sich zu arbeiten. Kennt ihr doch auch, oder? Scheiß drauf! Immerhin könnte man auch genauso gut Zuhause liegen und Chips essen.

3. Anna: Lorde – Sober

Seit der Veröffentlichung im letzten Jahr ist Lordes Album „Melodrama“ mein treuster Gym-Begleiter, zumindest die tanzbaren Nummern. Zwischen „Green Light“, „Perfect Places“ und dem hier aufgeführten „Sober“ finde ich längst verloren geglaubte Energie und zieh durch.

4. Dominik: Fleur East – Sax (Steve Smart Remix)

Mein absoluter All-Time-Favorite wenn es um Uptempo Songs zum Sport geht. Der Song weckt jegliche Energien in mir und lässt mich meine Sorgen vergessen, sodass ich ohne mit der Wimper zu zucken auch noch die letzten 5Km laufe. Packt eure Laufschuhe ein und steckt die Kopfhörer in die Ohren. Jetzt geht’s rund.

5. Anna: GZUZ – Warum

Hallöchen, du grandioser Stilbruch. Von poppigen Girly-Songs zu Hamburger Gangster-Rap. Nach dem Aufwärmprogramm hab ich von Ersteren erstmal genug und brauche beim Gerätetraining eine andere Art der Motivation. Pro-Tipp: Wenn man sich mal nicht so gut zwischen all den durchtrainierten Muskelprotzen fühlt, hilft das neue GZUZ-Album bei der Ego-Politur.

6. Dominik: Disclosure feat. Lorde – Magnets (A-Trak Remix)

Dieser Titel ist mein ständiger Begleiter, wenn ich mal keine Lust habe überhaupt zum Sport zu gehen. Musik an, Welt aus und Magnets auf voller Lautstärke gehört wirkt besser als jeder Eiweiß-Shake. Kein Booster und keine Vitamin-Kur der Welt kann das bewirken was Musik in mir auslöst. Die pure Dosis an Endorphinen sorgt für den idealen Antrieb.

7. Anna: Rage Against The Machine – Killing In The Name

DER Sport-Playlist-Klassiker überhaupt, oder? Darf bei mir auf dem Laufband auf keinen Fall fehlen. Sorgen und wohlmöglich auch Wut in Energie umzuwandeln geht mit keinem Song leichter. Allerdings sollte man im Fitnesstudio nicht die Luftgitarre auspacken, headbangen oder das „M*therfucker“ laut mitsingen – die Leute gucken komisch, ich hab’s ausprobiert.

8. Dominik: The Potbelleez – Go For Gold

Jetzt heißt es nochmal die Zähne zusammenbeißen. Die letzten Reserven aktivieren und alles geben. Wenn die Muskeln so langsam übersäuern und man merkt, dass man aktiv war, ist es der beste Zeitpunkt diesen Song auszupacken, sich von der treibenden Melodie mitreißen zu lassen und nach ‚Gold‘ zu greifen. Wer will schon zweiter sein?

9. Anna: Marteria – Bengalische Tiger

Endspurt, die letzten Meter wollen gelaufen werden. Hierfür brauche ich dicke, treibende Rap-Beats, die den nötigen Tunnelblick unterstützen. Nur eins der zahlreichen Beispiele ist der grandiose 2013er-Marteria-Song. Auch hier besteht höchste Mitsing-Gefahr, Vorsicht!

10. Dominik: Britney Spears – Work Bitch

Nichts kann mich besser motivieren, den inneren Schweinehund zu überwinden, als Britney die singt „You want a hot body? […] You better work bitch!“. Ich meine, wenn Britney sich von 2007 erholt hat, dann werden mich so ein Paar Squats wohl nicht umbringen, oder?




Autoren: Anna Fliege & Dominik Huttner Photocredit: Skeeze | Pixabay.com