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„Oggi No“: MISSINCAT singt wieder auf Italienisch

„Oggi No“: MISSINCAT singt wieder auf Italienisch

Seit ihrer sehr erfolgreichen Single „Capita“ – ein Duett mit dem Sänger Dente, das 2011 erschien und immer noch in Radio-Rotationen und Streaming-Playlisten zu finden ist – hat Caterina Barbieri aka MISSINCAT keinen Song mehr auf Italienisch veröffentlicht. Bis jetzt! 

Die Musikerin lebt seit mehr als elf Jahren in Deutschland und hat in dieser Zeit vier englischsprachige Tonträger herausgebracht. Nach ihrer letzten EP „Forces“ (2017) kehrt sie jetzt mit einer neuen Single in ihrer Muttersprache zurück auf das musikalische Parkett und an ihre Wurzeln: „Oggi No“ handelt von dem Wunsch, vor der Gegenwart zu flüchten, von der verbreiteten Tendenz, in die Nostalgie zu rutschen, wenn das Hier und Jetzt unsere Erwartungen an uns selbst und unser Leben nicht erfüllt.

Für das melancholische Video hat MISSINCAT erstmals selbst Regie geführt. Es erzählt ein Stück Geschichte vom urbanen Leben einer Gruppe Teenager in Berlin. Caterina Barbieri hat die Story um den Charakter der jungen Nola gestrickt, gedreht wurde im Kiez der Künstlerin, wo auch ihre Protagonistinnen und Protagonisten zuhause sind.



Ich wollte, dass Teenager diese Geschichte erzählen, weil die sich mit Sehnsucht sehr gut auskennen. Dieser Clash, der Widerspruch, sie als junge Leute diesen Text über Nostalgie und Vergangenheitsbezogenheit sprechen zu lassen, erzeugt einen starken bildlichen Kontrast im Video. Und es verweist gleichzeitig schon darauf: Auch die Kids werden unweigerlich mal in diese Lage kommen.“ – MISSINCAT über die Idee zum Video

Für die Auswahl der Protagonisten und Protagonistinnen war es der Sängerin wichtig, die Multikulturalität von Berlin abzubilden, die auch sie prägt: Alle Beteiligten sind bilingual aufgewachsen, mit je einem nicht aus Deutschland stammenden Elternteil. „In ihren Familien koexistieren zwei Kulturen und Sprachen, wie ich es auch in meiner Familie erlebe – das ist ein Teil meines Lebens, den ich sehr liebe und wertschätze.“

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Für MISSINCAT ist es das erste Video, in dem sie nicht selbst als Protagonistin auftritt. „Es war super interessant, diesen Perspektivwechsel zu vollziehen und mit unserem großartigen Filmer Florian Strandl hinter der Kamera zu stehen. Er hat mir in jeder Sekunde sein volles Vertrauen geschenkt und so hat der Dreh sehr viel Spaß gemacht“.


Presse: Listen Collective / Photocredit: David Benham

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