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OSKA & „Honeymoon Phase“: Therapeutisch, nachdenklich, schön, ehrlich

OSKA & „Honeymoon Phase“: Therapeutisch, nachdenklich, schön, ehrlich

Sie ist jung, sie ist frisch, macht Singer-Songwriter Pop, kommt aus Österreich und hat 2020 in ihrem Heimatland schon einen beeindruckenden Eindruck ihrer Musik offenbart. Im Herbst letzten Jahres hat sie den XA – Music Export Award beim Waves Vienna Festival gewonnen und landete schon einen Sync bei der HBO Max Serie „12 Dates of Christmas“. Aktuell ist sie mit ihrer Single „Love You´ve Lost“ gerade in den aktuellen Airplay Charts wiederzufinden.

2021 kann für sie nun beginnen und so startet OSKA nun voller Optimismus mit ihrer EP-Erstveröffentlichung „Honeymoon Phase“ in genau dieses.

Ein Artikel von Nina Paul – Maria ist musikalisch besser bekannt als OSKA, hat sich einige Zeit als Straßenmusikerin in Wien durchgeschlagen und hat dabei auch schon erste Bühnenerfahrungen in den heimischen Bars sammeln dürfen. Sie kommt also aus dem Leben und sie schreibt aus dem Leben. Genauso spiegelt sich ihre Debüt-EP „Honeymoon Phase“ sehr persönlich und ehrlich wieder. OSKA erzählt warme und nachdenkliche Geschichten in ihren Songs und verzaubert so immer wieder ihre Hörerschaft.

Für ihren Künstlernamen stand ihr ältester Bruder Oskar Pate: „Ich ließ einfach das R weg. So stieß ich auf ein Pseudonym, das eine enge Verbindung zu meiner Familie hat.“ Das war keineswegs die einzige Veränderung. In der recht überschaubaren Wiener Musikszene begegnet sie alsbald ihrem Produzenten Alex Pohn, Schlagzeuger der Band Tyler und Live-Drummer von Hubert von Goisern, Julian Le Play oder Violetta Parisini. Er sorgte in seinem Studio dafür, dass bei OSKAs Songs wirklich jeder Ton an der richtigen Stelle steht.

Eine Musikerin auf der Suche nach der verlorenen Zeit, eine Reise durch die speziellen Momente im Sein: Auf ihrer Debüt-EP „Honeymoon Phase“ lässt OSKA verschiedene Stationen ihres jungen Lebens Revue passieren. Dazu gehören eben auch schmerzhafte Trennungen wie die der eigenen Eltern. So haben es fünf verschiedene Songs auf ihre Debüt-Veröffentlichung greschafft.

Den Einstieg macht „Distant Universe“, eine Geschichte über eine verlorene Beziehung bzw. über den Verlust einer guten Freundschaft. Musikalisch sehr fragil, hinterfragt die Österreicherin viel über das vielleicht, hätte und was wäre wenn? Als erste Vorabsingle kam dazu passend das Video aus einem anderen Universum.

„Honeymoon Phase“, der Titelgeber der EP, hat OSKA zu Verstehen gegeben, dass es in jeder Beziehung nicht immer nur Schmetterlinge im Bauch und das viele Bauchkribbeln geben kann und man diesem auch nicht stetig nachjagen und suchen sollte. Vor allem die Duett-Version mit Stu Larsen hat dem Song einen besonderen warmen Kick gegeben.

Bist du der „Somebody“ oder vielleicht auch nicht? Thematisch hat sich bestimmt schon jeder in dieser Situation wiedergefunden und war mit sich selbst und den ganzen Gedankenströmen am Hadern. Dies soll laut der Österreicherin kein Grund zum Verbittern sein, sondern eher der zum Verlieben. In ihrem Heimatland hat sich dieser Song mittlerweile zu einem Hit gemausert.

Dann hingegen gibt es ja auch die Momente im Leben, in denen man sich von allen „Misunderstood“ fühlt. Auch OSKA musste schon mehrmals durch diese hindurch und erzählt ihre persönliche Erfahrungen, als sie das Gefühl hatte, dass nicht einmal mehr ihre Freunde und Familie sie richtig verstehen.

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Den Abschluß macht „Love You´ve Lost“, der sich mitterweile schon einen festen Platz in den AirPlay-Charts eingefangen hat. Themetisch über schmerzhafte Trennungen und den Verlust einer Liebe. Für OSKA hat dieser Song noch mehr an Bedeutung, da er von ihren Eltern und deren Trennung handelt. Visuell wurde der Song mit einem sehr persönlichen Video untermalt und zu sehen sind viele Kindheitserinnerungen der Musikerin zusammen mit ihren vier Geschwistern aus alten Videoaufnahmen.

„This song is about family – the harder parts of it. You can actually hear my siblings sing on this song, which is pretty special for me. They also appear in the music video which is a bit of a contrast to the song, as it celebrates family and all the good times, which we were very lucky to have a lot of.“

Was macht diese EP nun so besonders? Ganz einfach, OSKA erzählt aus dem Leben, gibt Hoffnung, lädt zum Träumen ein und lässt auch trübe Gedanken einen zum Lächeln bringen. Es ist eben ihre Art von musikalischer Selbsttherapie.

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