Mit ‚Other Man‘ ist nun das lang ersehnte Debütalbum von Samuel Hope erschienen.

Unterstützt wurde HOPE, der die Mehrzahl der Instrumente des Albums selber spielt, von Pete Davis (New Order, Björk, Dido) am Keyboard und bei der Programmierung, sowie Sally Herbert (Christine And The Queens, Muse, Robbie Williams) und ihrem Ehemann bei Arrangement, Ausführung und Aufnahme der Streicher.

„OTHER MAN“ stellt der Welt eine neue Stimme vor: außerordentlich, auffallend und unverzichtbar. Neben HOPEs faszinierend einzigartiger Stimme präsentiert sich das Album in seiner Gesamtheit als eines der seltenen Werke, die den Zuhörer in ein wohlgerundetes und gut durchdachtes Klang-Universum einladen.

Der Titelsong ist auch Opener des Albums und entführt uns gedanklich in weite Fernen. Der Song dient mit seiner Länge von 01:45 eher als Intro und wirkt dabei schon so groß und imposant, dass man direkt Lust auf mehr bekommt. Der monumentale Klang ist überwältigend und erinnert von Inszenierung und den Harmonien an Film- oder Musicalmusik.

Etwas wilder, aber nicht weniger überragend ist der Nachfolger „Runaway“. Deutlich elektronischer, aber in der Essenz immer noch auf Hopes Stimme konzentriert ist auch dieser Titel beeindruckend klangvoll.

Elektronisch geht es weiter. Der an Dream-Pop erinnernde Song „Lead Me On“ ist eine der Singleauskopplungen, die bereits im Vorfeld erschienen. Ein Titel der sich im guten Mittelfeld des Albums bewegt.

„Won‘t Put Up A Fight“ konzentriert sich nun wieder mehr auf die glasklare, durchdringende Stimme von Samuel Hope, die schafft mit jedem Ton mitten ins Schwarze zu treffen. Eine Stimme die groß klingt und Raum braucht, um sich zu entfalten.

Mit „I Won‘t Keep You Waiting“ wird es noch in der ersten Hälfte des Albums ein wenig soulig. Ein Stil der wunderbar zu Hopes Stimme passt und sehr authentisch daherkommt. Seine Anfänge in der Musik fand der Sänger nämlich unter anderem in kleinen Cafés und Bars, die besonders in New York die Soul und Jazz-Szene und die Singer/Songwriter Musik prägten.

Eine weitere Vorab-Single ist „Carried Away“, die sehr minuziös in der Auswahl der Klanggestaltung wirkt. Ein Song, in den man als Hörer unfassbar viel hineininterpretieren kann und der so vielsagend und tiefgründig ist.

Ruhigere Töne schlägt „Nothing To Lose“ an. Ein Song mit Lieblingslied-Potential. Das Gitarrenspiel wirkt so wunderbar harmonisch ausbalanciert, dass es ein wahrer Genuss ist zuzuhören. Es hat im Album ein Alleinstellungsmerkmal. Die Kombination von Instrumental und Samuel Hopes Stimme zaubert einen Gänsehautmoment nach dem anderen.

Was die Gitarre im vorherigen Song ist, ist das Klavier in „Believe“. Der punktuelle Anschlag betont wunderbar die kräftigen Passagen und schafft so eine absolute Spannung im Song. Ohne Anstrengung wird eine surreale Stimmung erzeugt, welche die Konzentration vollends auf Hopes Stimme lenkt.

Ein weiterer Höhepunkt findet sich mit mit „Hold On“. Der Song baut sich in den ersten Sekunden auf und bricht spätestens zum Chorus aus, dass man nur staunen kann. Samuel Hope beweist, dass ihm nicht nur die ruhigen Töne stehen, sondern er auch Power-Balladen mit Bravur meistert.

Fast schon minimalistisch wirkt hingegen „Wounded“, der vorletzte Track des Albums. Zarte Harmonien und ein perfektes Klavierspiel schaffen eine Symbiose zu Hopes gefühlvoller, ergreifender Stimme. Großes Kino mit jeder Strophe. Unterschätzte Weltklasse und ein neuer Maßstab innerhalb des Albums.

Den Abschluss bildet „Without Warning“. Der wohl überraschendste Titel auf „Other Man“. Beginnend mit einem Hauch an Instrumental, hört man nur Hopes Stimme. Ein Song der zur Mitte sein volles Potential ausschöpft und einen runden Abschluss zu allen vorangegangenen Titeln bildet. Im Vergleich zu allen anderen Songs gibt es sogar einen kleinen Twist. Doch den solltet ihr selbst herausfinden.

„Other Man“, das Debüt von Samuel Hope ist Kunst in ihrer schönsten Form. Je weiter man ins Album einsinkt, desto emotionaler wird man beim zuhören. Hope selbst sagt, dass auch die Stimme ein Instrument ist, so wie die Trompete für Louis Armstrongs und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Packend und elektrisierend, dass man nicht zu entscheiden vermag, welcher Song das meiste Potential hervorbringt. Ein faszinierendes Werk mit Brillanz vom ersten bis zum letzten Ton.



Hier könnt ihr SAMUEL HOPE live erleben:

08.10.18 MÜNCHEN, Orangehouse
10.10.18 BERLIN, Privatclub
11.10.18 HAMBURG, Häkchen
12.10.18 KÖLN, Studio 672

Die Tour wird präsentiert von:

The Mellow Music, Contra Next, The Pick & Fast Forward



Autor: Dominik Huttner Presse und Foto: Add On Music