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Please Madame & „Angry Boys, Angry Girls“: Klare Worte über eine lang angestaute Wut

Please Madame & „Angry Boys, Angry Girls“: Klare Worte über eine lang angestaute Wut

Alle guten Dinge sind 3, so sagt man doch und bei Please Madame ist da etwas Wahres dran! Mit „Angry Boys, Angry Girls“ (Kleio Records) veröffentlichen die Salzburger ihr neues Album und zeigen sich dabei gewohnt ungehemmt über globale Ungerechtigkeiten nachzudenken.

“To all the angry boys, to all the angry girls, keep being angry, that’s all that can save me” (aus „Comfort“)

Politisch, gesellschaftlich, nachdenklich und dies mit einer gesunden Portion Wut im Bauch. Please Madame haben so 13 Tracks auf ihr neues Album zusammengebracht. Kein Wunder also, dass das neueste Werk der Österreicher wie ein Ventil für angestaute Wut einer ganzen Generation fungiert.

Was war aber seit ihrem letzten Album „Young Understanding” (2018, Kleio Records) geschehen? Die 4köpfige Band war viel auf Tour, ist in Shows, wie die Pro7-TV-Show Circus Halligalli, oder auf der “Space Stage” am FM4 Frequency Festival aufgetreten und gab begeisterte Supportshows für Hurts, LP und MIA. Die Salzburger haben sich so zu mehr als ein Geheimtipp in der österreichischen Musikszene entwickelt, sie sind ein fester Bestandteil und dies mit einer gehörigen Portion Talent und Gedanken.

Daneben hat sich aber auch vieles am Gedankengut in der Gesellschaft verändert und Missstände werden mittlerweile nicht mehr so schnell unter dem Teppich gekehrt, sondern angesprochen, siehe  die Fridays for Future und Black Lives Matter Bewegung. Please Madame saugten diese angestaute Wut natürlich auch auf und heraus kam “ Angry Boys, Angry Girls“.

Entspannt eingeleitet in das Thema wird man rein instrumental voller „Honesty“. Neugierig auf das gesamte Album machten definitivschon die packende Reihe an Vorabsingles: „Same Again“, „Mary-Ann“, „Shadow“, „Comfort“, „Swim“ und „Talk The Other Way“.

Musikalisch findet man die Salzburger im Indie-Rock-Pop wieder, zeigen sich da aber sehr wandelbar. So findet man man viele Retro Beats wieder, die an die 90er Jahre erinnern („Wildest Dreams“, „Mary-Ann“), dann aber auch ruhigere Töne mit der Ballade „So Much Better“ wieder. Please Madame können aber auch richtig krachen und so befinden sich mit „Same Again“, „Swim“ oder „Take A Chance“ geladene Indietracks auf dem Album.Die Österreicher können so auch Gedankenhymnen bieten, die Vorfreude auf die angeplanten Livetermine machen.

So leicht man in das Album einstieg, um so sphärischer wird man aus diesem wieder entlassen. „In Honesty“überzeugt mit seinem choralen Gesang und dem tragenden Gitarrenspiel und kommt wie ein Aufruf zum Neustart daher.

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Dominik Wendl (Gesang, Gitarre), Martin Pöheim (Bass, Backing Gesang), Laurenz Strasser (Gitarre) und Niklas Mayr (Schlagzeug, Backing Gesang) haben mit „Angry Boys, Angry Girls“ sich gegenüber den Vorgängeralben weiter entwickelt und sind thematisch noch erwachsener und reflektierter geworden. Die Österreicher vertreten durch ihre Musik eine Haltung, möchten aber auch nah an ihren Hörern bleiben. So bilden alle Songs zusammen ein Gesamtgebilde, die sich um die offensichtlichen privaten und globalen Missstände, Betroffenheit, Solidarität oder Politik drehen.

Sommer 2021
24.06. – Arena, Wien Große Halle + Gig Box Livestream
15.07. – Kulturgärten, Mainz (D)
16.07. – Wein am Stein, Würzburg (D)
24.07. – Kulturspektakel, Gauting (D)
31.07. – Music In The Park, Kaparty (SK)
07.08. – Rock am Dom, Gelsenkirchen (D)
11.09. – Rock im Tal, Ypsertal

„Angry Boys, Angry Girls“-Tour 2021
01.10. – Das Zentrum, Bayreuth (D)
02.10. – Kulturladen, Konstanz (D)
03.10. – pmk, Innsbruck
04.10. – Hafenkneipe, Zürich (CH)
08.10. – Stadtwerkstatt, Linz
09.10. – ppc, Graz
12.10. – WUK, Wien
13.10. – Kulturfabrik Löseke, Hildesheim (D)
14.10. – Kulturhaus, Kehl (D)
15.10. – Blue Shell, Köln (D)
16.10. – Utopiastadt, Wuppertal (D)
21.10. – Badehaus, Berlin (D)
22.10. – Astra Stube, Hamburg (D)
23.10. – Umbaubar, Oldenburg (D)
26.10. – Stereo, Nürnberg (D)
27.10. – LUX, Hannover (D)
28.10. – Moritzbastei, Leipzig (D)
29.10. – Heppel & Ettlich, München (D)
05.11. – Rockhouse, Salzburg
06.11. – Carinisaal, Lustenau

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