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Please Madame & „Mary-Ann“: Von einer gehauchten Liebeserklärung mit 90er-Wind im auftoupierten Haar | Videopremiere

Please Madame & „Mary-Ann“: Von einer gehauchten Liebeserklärung mit 90er-Wind im auftoupierten Haar | Videopremiere

Inspiriert von der Geschichte aus der Besatzungszeit von einer selbstbestimmten Frau veröffentlicht die Salzburger Indie-Rock-Band Please Madame heute ihre neue Single “Mary-Ann” (via Kleio Records) inlusive passendem Video.

Gleichzeitig beginnt der Endspurt auf das dritte Studioalbum “Angry Boys, Angry Girls”, das bereits am 10. September erscheinen wird. Für die Albumpräsentation hat die Band eine ausgiebige Tour durch den deutschsprachigen Raum geplant.

“So long, Mary-Ann”

“Hold on until you’re gone, but you didn’t care”

Das “Four-Piece” Please Madame beweist nicht nur auf der Bühne, sondern auch erneut on record pure Begeisterungsfähigkeit. Klingt der Build-Up von “Mary-Ann” noch wie der zögerlich dahin gehauchte Liebeserklärung nach einer trunkenen Nacht, so bläst einem ab Mitte des ersten Refrains unverkennbar 90er-Wind durch die auftoupierten Haare. Und doch haben die vier Salzburger ein Setting gewählt, das noch weiter in der Vergangenheit liegt: Der Song erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in der österreichischen Nachkriegszeit nicht an das damalige, für eine Frau geziemende Rollenbild einer braven Hausfrau halten wollte – eine Erzählung von Selbstbestimmung und Durchsetzungsvermögen in noch maskulin-toxischeren Zeiten als den heutigen.

Die Story – Sänger Dominik Wendl hörte sie erstmals von seiner Großmutter – handelt von besungener Mary-Ann, die sich weder in ihrem Liebesleben noch bezogen auf jegliche andere Lebensentwürfe, die von einer starren und (mehr als) konservativen, patriarchalischen Gesellschaft für die weibliche Hälfte der Gesellschaft vorgesehen war, irgendetwas vorschreiben ließ. Sie besuchte Wirtshäuser (was in diesen kargen Jahren ebenfalls ein Affront war), wechselte ihre Liebhaber nach Belieben und brach auch sonst mit allen Konventionen. Wendls Großmutter, die als Wirtstochter in einem Gasthaus aufgewachsen war, verband mit der Geschichte nicht nur die gastronomischen Besuche Mary-Anns, sondern vielmehr den freiheitsliebenden Lebensstil, der als Vorbild ihren eigenen inspirierte.

Passenderweise steht der Name Mary-Ann in der französischen Geschichte für die Freiheit und Marianne als Synonym für die selbstbestimmte Republik. Égalité wird von Please Madame auch in der Musikvideo-Umsetzung des neuen Songs zelebriert: Der von Regisseurin Lea Föger produzierte Clip bildet etwa nicht die Bandmember ab, sondern überlässt das Feld ihren kleinen Schwestern, die den Song an ihrer Stelle performen.

Der mit voller Inbrunst vorgetragene Text ist aus Sicht eines sichtlich verzweifelnden Liebhabers verfasst, der ohne eine echte Chance zu haben, auf eine fixe Sache hofft. Begeisterungsfähígkeit zählt definitiv zum Forte von Please Madame und so birgt auch der Refrain von “Mary-Ann” nebst Ohrwurmpotential das Risiko von schallenden Solo-Vorträgen im Badezimmer oder laut mitsingenden Menschenmengen. Eingebettet sind die Lyrics in ein echtes Brett aus Gitarren, Bass und Drums und liefern in dieser Kombination die besten Voraussetzungen für einen waschechten Sommerhit.

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Gemeinsam mit den Produzenten Georg Gabler (u.a. Mondscheiner, Mother’s Cake) und Mario Fartacek (Mynth, Good Wilson) arbeitet die Band derzeit an neuem Material, das vom selben Kollektiv gemischt und von Martin Scheer (Steaming Satellites, Avec, uvm.) gemastert wurde.

Nach den Erfolgen der beiden Alben „Escape The Nest“ (Late Hour Music) und „Young Understanding“ (Kleio Records), unzähligen Live-Auftritten, darunter in der Pro7-TV-Show Circus Halligalli oder auf der “Space Stage” am FM4 Frequency Festival, eigenen Tourneen und fulminanten Supportshows für Hurts, LP und MIA. haben sich Please Madame fest in den deutschsprachigen Musikkalender gespielt. Auch im Herbst 2021 ist mit der “Angry Boys, Angry Girls” Tour inkl der Präsentation des gleichnamigen Albums Großes geplant.

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