Now Reading
Remo Drive & „A Portrait Of An Ugly Man“: Streich Nummer 3

Remo Drive & „A Portrait Of An Ugly Man“: Streich Nummer 3

Das brüderliche Duo Remo Drive sind mit ihrem dritten Album „A Portrait Of An Ugly Man“ zurück und bereit, die Szene ein weiteres Mal mit ihrem tanzbaren Emo-Rock aufzumischen. 


Ein Artikel von Anna Fliege – Auf 10 kraftvollen Tracks, viele davon entstanden im Keller der Eltern, klingen Remo Drive freier und selbstsicher denn je. „A Portrait Of An Ugly Man“

DIE BAND

Bereits 2013 begannen die Brüder Erik und Stephen Paulson, unter dem Namen Remo Drive Musik zu machen. Mit Anfängen auf Bandcamp und dem selbstproduzierten Debütalbum „Greatest Hits“ in 2017 mischten die Brüder aus Minnesota bald schon die amerikanische Emo-Rock-Szene auf. Anfang 2018 folgte der Plattenvertrag bei Epitaph Records, im Mai 2019 ihr zweites Album „Natural, Everyday Degradation„. Mit „A Portrait Of An Ugly Man“ nehmen die beiden die Produktion wieder in eigene Hand.

DER SOUND

Für Fans von ausgeklügelten Soli ist dieses Album genau richtig. Herausstechende Rockgitarren, die amerikanischen Emo mit einer ordentlichen Prise Indie anreichern und dabei Anekdoten an ihre Helden wie Queen tragen. Erik Paulson sagt: „I wanted to get back to playing guitar the way I used to, and then throw songwriting on top of that. On the last album, I approached playing guitar in a more songwriter-y way.“

DIE THEMEN

Erik Paulson besingt auf „A Portrait Of An Ugly Man“ auf eine reflektierende Art und Weise. Zwischen Selbstfindung und -optimierung kommt die Einsicht, dass Imperfektion ziemlich perfekt ist. Mental Health und die Wertschätzung der eigenen Existenz rücken in den Mittelpunkt. Und wo adoleszenter Spaß und Exzess sind, ist der Fall ins dunkle Loch nicht weit. Das stellt man meist leider erst fest, wenn man schon mittendrin steckt.

DER LIEBLINGSTRACK

Schwierige Entscheidung. Aber das Gefühl sagt „If I’ve Ever Looked Too Deep In Thought„. Die Paulson-Brüder spielen mit Höhen und Tiefen, das treibende Schlagzeug gibt dem ganzen Substanz. Das lange Instrumental in der Mitte des Songs verwandelt sich zum Höhepunkt des Tracks.

See Also

DAS FAZIT

Mit der Rückbesinnung auf ihren Ursprungssound kehren Remo Drive auf „A Portrait Of An Ugly Man“ von Selbstfindungsphasen und Soundspielereien zurück. Die Genreclashes machen Spaß und bringen selbst eingefleischte Indie-Fans dazu, ein bisschen Emo-Rock gut zu finden.





Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Connor Peck

Scroll To Top