Nun ist es schon 3 Jahre her, seitdem das letzte Metronomoy Album Summer 08 erschienen ist. Viel ist in der Zeit passiert – Mount hat sich aus Paris zurückgezogen und lebt nun seit einiger Zeit in England. Der Trubel aus Paris sei ihm zu viel gewesen und Ruhe wäre das was er braucht so Mount. Nebenher hat er noch in den letzten 4 Jahre zusammen mit Robyn an ihrem sehr persönlichem Album Honey gearbeitet.


Ein Artikel von Carolin Czarnecki – “Neid darauf, solche Probleme zu haben, kann ein bisschen gefährlich werden“, sagt er. „Ich sehe erfolgreiche Musiker, die Schwierigkeiten damit haben, relevant zu bleiben, wenn sie älter werden. Ich bin für mich an einem Punkt, an dem ich eine gesunde Einstellung zu dem habe, was ich tue. Mit dieser Platte wollte ich sehr unverfälscht ausdrücken, worum es mir im Leben gerade geht, und ich glaube, das ergibt für mich die beste Musik.”

Mit ihrem neuen Album „Metronomy Forever“ (via Because Music / Universal Music ) zelebrieren Metronomy die besagte Gelassenheit die Mount in England gefunden hat. Dennoch war die Angst da, dass diese Ruhe und keine Tragik um sich herum keine guten Songs hervorbringen würde wenn nichts passiert. Schnell wurden diese Ängste über Bord geworfen und so entstanden Songs wie “Whitsand Bay” oder “Miracle Rooftop”. Auch wenn Ruhe und Gelassenheit bei diesem Album im Fokus stehen, so bleiben die insgesamt 17 Songs dennoch sehr prägnant und stark. Und wenn man genauer hinhört, so erinnert es schon etwas in seiner Art an “The English Riviera” das auch durch seine behutsamen und dennoch kraftvollen Songs überzeugt.

Und gerade die Zurückgezogenheit, ja fast schon Schüchternheit, macht das Album aus. Stilistisch hat sich bei Metronomy nichts geändert – es bleibt der gute Elektro-Pop den sie eh und je gespielt und produziert haben. Dennoch, Mounts Erkenntnisse und sein Wunsch auszudrücken was ihn gerade beschäftigt, hat die Platte und Metrnonomys Musik wachsen lassen. In all seinen Facetten werden wir durch Metronomy Forever geleitet, haben hier und da mal einen Ohrwurm eingepflanzt bekommen (“Salted Caramel Ice Cream anyone”?) und wippen nebenher zur ausgelassenen Musik. Metronomy eben.


21.10. – München, Tonhalle
22.10.2019 – Köln, Carlswerk
23.10.2019 – Hamburg, Docks
24.10.2019 – Berlin, Columbiahalle
26.10.2019 – Offenbach, Capitol


Foto: Gregoire Alexandre