Now Reading
Satellite Stories & „Cut Out The Lights“: Ein fröhlicher Abschied

Satellite Stories & „Cut Out The Lights“: Ein fröhlicher Abschied

 Zehn Jahre klingt rund, irgendwie vollständig. Eine gute Zahl, um zu sagen „das war’s“. Seit einigen Monaten besteht die Gewissheit: Satellite Stories lösen sich 10 Jahre nach ihrer Gründung zum Ende des Jahres auf. Sie sind Finnlands erfolgreichste Indie-Band aller Zeiten – ein Titel, mit dem man sich nur allzu gerne verabschiedet. Mit ihrem fünften und letzten Album „Cut Out The Lights“ schenken sie ihren Fans und sich selbst einen gebührenden Abschluss.

Zum großen Finale produzierte das Quartett aus dem malerischen Oulu ihr Album noch einmal selbstständig, zog sich in die finnische Idylle zurück und steckte all das Herzblut des letzten Jahrzehnts in die letzten 10 Songs ihrer gemeinsamen Bandgeschichte. Heraus kommt dabei genau das, was man von Satellite Stories kennt und erwartet: ein von Euphorie getriebenes, tanzbares Stück Musikgeschichte.

Wieso auch noch einmal das Rad neu erfinden, sich in unglückliche Experimente stürzen und das aufgeben, das zu so viel geführt hat? Auch ein von Melancholie geschwängertes Album kommt für Esa, Marko, Jyri und Olli-Pekka nicht in die Tüte. Der Abschied aus dem Musikbusiness ist laut, bunt und fröhlich. Vorbote „Coupons“ warnte die Fans bereits, dass der Abschiedsschmerz hier nicht platt daherkommt, sondern eher als stiller Begleiter von „Cut Out The Lights„.

Das fünfte und letzte Album der Band schließt ihre Diskografie mit zwei Händen voller Songs ab, die noch in zehn Jahren daran erinnern werden, dass nicht nur Großbritannien Indie-Pioniere a lá Two Door Cinema Club hervorgebracht hat, sondern auch die nordischen Nachbarn einen Juwelen wie Satellite Stories vorzuweisen hatten.

Satellite Stories machen das Licht aus – zumindest bald, denn vorher geht es noch einmal auf eine kleine Abschiedstour. Und das Schöne an der Sache? Alles endet, aber nie die Musik. 

See Also



SATELLITE STORIES live

05.10.2018: Berlin – Privatclub
06.10.2018: Stuttgart – Club Cann
08.10.2018: München – Kranhalle
16.10.2018: Köln – YUCA


Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Joona Mäki

Scroll To Top