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„Scheine in den Graben“: Kettcar veröffentlichen zweiten Song Ihrer EP

„Scheine in den Graben“: Kettcar veröffentlichen zweiten Song Ihrer EP

Anfang der Woche überraschten uns Kettcar mit der Ankündigung zu Ihrer im März erscheinenden EP „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“. Heute veröffentlicht die Band aus dem schönen Hamburg mit „Scheine in den Graben“ den zweiten Song aus der neu angekündigten EP.


Insgesamt 10 GastsängerInnen haben Kettcar auf dem Track versammelt, auf dem alle gemeinsam den Slogan „Tue Gutes und rede darüber“ hinterfragen. Im Refrain schreit sich David Frings von FJØRT und Adam Angst die Seele aus dem Leib, Text und Gesang in der dritten Strophe stammen von Goldene Zitronen-Ikone Schorsch Kamerun, im letzten Refrain gibt sich dann eine abwechslungsreiche Riege an KünstlerInnen die Zeilen weiter. Die gesamte Gästeliste liest sich wie folgt:

Schorsch Kamerun (Die goldenen Zitronen), Jen Bender (Großstadtgeflüster), Jörkk Mechenbier (Love A), Sookee, Bela B (Die Ärzte), Felix Brummer (Kraftklub), Marie Curry (Neonschwarz), Gisbert zu Knyphausen, Safi und David Frings (FJØRT).


„Scheine in den Graben“ verhandelt das Thema Menschlichkeit und humanitäre Hilfe mit Blick auf Charity-Events und das illustre Personal, das sich dort tummelt: Reich an Aktien, reich an Barmherzigkeit. „Tue Gutes und rede darüber“ ist in diesem Zusammenhang ein gern benutzter Slogan – der von Kettcar natürlich hinterfragt wird.

Eine Runde, die unterschiedlicher kaum sein könnte und die genau deshalb hier versammelt wurde: Rockstars, die Rock am Ring headlinen, genauso wie Insidertipps, deren beliebtester Song auf Spotify keine 10.000 mal gehört wurde. Melancholische Singer/Songwriter genauso wie postmoderne Hardcore-Visionäre. Groove und Rock. Major und DIY. Hip Hop und Punk. Theaterbühne und Jugendzentrum. Der gemeinsame Nenner all dieser Künstlerinnen und Künstler ist die Position zum System und seinen Auswüchsen: Für die Schwachen, gegen die Ungerechtigkeiten, und sich bitte auch mal selbst hinterfragen. Musikalisch und inhaltlich mag zwischen diesen Gästen die eine oder andere Welt liegen, am Ende kommen aber doch alle aus einer Irgendwie-links-Position, die mehr vereint als trennt. Zumindest wenn Kettcar anrufen.

Denn tatsächlich kann man sich keine andere deutsche Band vorstellen, die es schafft, einen Song mit einem solch breiten Spektrum an künstlerischen Positionen zu veröffentlichen, bei dem am Ende aber dennoch alle an einem Strang ziehen.

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Foto & Presse: Fleet Union

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