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School of X & „Armlock“: Umarmung eines Multitalents

School of X & „Armlock“: Umarmung eines Multitalents

Kein coronafreundlicher Albumtitel – ‘Armlock’, beschreibt laut School of X vorwiegend eine Umarmung, obwohl die direkte Übersetzung eher den Griff einer Kampfsportart bezeichnen würde. Trotzdem, das Album fühlt sich wie eine Umarmung an: Die Stimme, in inniger Umarmung der ausgearbeiteten Instrumentals.


Ein Artikel von Carla Rosocha – Am bekanntesten außerhalb der dänischen Musikszene ist Rasmus Littauer als Drummer der Band MØ. Zusätzlich veröffentlicht er seit 2017 Musik als School of X. Jetzt folgt sein eigens produziertes Debütalbum, auf dem man 9 Tracks lang seiner unverkennbaren Stimme lauschen darf. Außerdem spielt er selbstverständlich selber das Schlagzeug, aber auch Gitarre, Klavier und Bass.

Im Opener, Where Do I Start, wird man von der weichen Stimme in Empfang genommen. Das Ende rundet ein dramatisches Instrumental ab.

Das Album besteht aus Liebesliedern übers Weiterziehen, getrennt (‘we had a bad love, now we’re through’) (Bad Love) oder gemeinsam (‘the river keeps us afloat’) (Rivers). Die Songs haben alle stimmungsvolle, teils traurige Melodien, die zeigen, dass Littauer ein Allroundtalent ist, im bedienen der Instrumente, aber auch in der Produktion.



Believe It – besitzt ein Gitarrenintro und spart auch nicht an einem weiteren Gitarrensolo. Rivers liefert einen Rhythmus, ist aber gleichzeitig auch langsam, man erkennt dass die Songs wirklich besonders sind.

Forget Me On The Moon, die erste Singleauskopplung des Albums, ist eine zunehmende Ballade, die erst überwiegend von wenigen Tönen des Keyboards, und einer akustische Gitarre begleitet wird. Letztendlich setzen dann immer mehr Instrumente ein, zum Schluss unter anderem ein Saxophon.

Mit ‘Blood Flow’ beendet er das Album. ‘but I think I will be okay, (…), despite of the hurtful games’, Littauer ist weitergezogen.

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Der Kopenhagener veröffentlicht ein atmosphärisch, thematisch abgestimmtes Album, das man schwer in ein Genre einordnen kann. Die außergewöhnlichen Instrumentals und die unverkennbaren Drums, gehen über die Grenzen des Indie hinaus. Genau aus diesem Grund und mit dieser Stimme gelingt Littauer ein super Debütalbum. Man erkennt, dass da nicht nur harte Arbeit, sondern auch ganz viel Liebe mit drin steckt.



Autorin: Carla Rosocha / Photocredit: Fryd Frydendahl

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