Mit ‘Shutdown‘ veröffentlichen Sultans Court den nächsten Track von ihrer EP ‘From Afar‘, die Ende des Sommers erscheinen wird. Der Sound der Newcomer ist düster und treibend; die Motive brennen sich ein. Irgendwo zwischen Indie, Elektro und Hip-Hop vereint die vierköpfige Band Eingängigkeit mit Dramatik und setzt fort, was sie selbst als „Melancholy Disco“ betitelt.


Dass auf der Tanzfläche dieser Disco gerade der maximal zugelassene Dezibel-Wert angesteuert wird, ist vorprogrammiert. „Sultans Court könnte das nächste große Ding aus Berlin werden“, so kündigt radioeins die Band vor einem Interview an und ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Ihre erste Single ‘Haunted‘ hat bereits sämtliche Radiostationen überzeugt.Vergleiche zu Glass Animals, alt-J oder Chet Faker werden immer wieder herausgestellt und zeigen auf, wo die Band zu verorten ist. SULTANS COURT drehen mit der Veröffentlichung von ‘Shutdown‘ auf und laden in ihre “Melancholy Disco“ ein.



Es beginnt mit einem tiefen Ausatmen. Ein Befreiungsschlag, der den Auftakt der neuen Single ‘Shutdown‘ einläutet. Die Berliner Indie-Elektro Newcomer Sultans Court veröffentlichen ihre zweite Single nach ‘Haunted‘ und der B-Seite ‘No Man’s Land‘. Eine perfekte Balance zwischen Melancholie und sich aufbäumendem Groove.

Shutdown‘ beschäftigt sich mit dem Phänomen der Hikikomori – Eine in Japan zuerst aufgetretene Erscheinung, bei der sich junge Menschen aus der Gesellschaft zurückziehen. Sie verlassen ihr Zimmer nicht mehr, sind unfähig alltägliche Aufgaben zu bewältigen und flüchten sich in die digitale Welt. „Sie sind ein Extremfall, aus dem sich spannende Beobachtungen über den Status Quo der Gesellschaft ziehen lassen.“ erklärt Gitarrist Konstantin Hennecke. „Vom Erfolgsdruck und Konkurrenzverhalten überfordert, bietet die digitale Welt einen augenfälligen Fluchtweg an: Eine Parallelwelt, in der die Alltagsprobleme zuverlässig ausgeblendet werden können.“, ergänzt Sänger Julius Klaus.

Für uns fühlt sich das Internet manchmal ein wenig an, wie der Wilde Westen, in dem Cowboys ziellos durch die Prärie streifen.“ schildert Konstantin. „Mit der Freiheit kommt ein Preis: Sicherheit wird aufgegeben. Das findet sich in der Zeile ‚My Monument is made of bytes‘ wieder.“ fügt Julius hinzu, „Derweil träumt das narrative Ich von einer besseren Welt. Stellenweise fühlt sich der Track deswegen wohl ein wenig an, wie ein Western Soundtrack.“ lacht Konstantin. ‚I am my Shutdown living like this‘, hallt es immer wieder; Zweifel begleiten die Reise.

Warum in einer unschönen Realität leben, wenn man sich auch eine digitale Traumwelt nach den eigenen Vorstellungen bauen kann?“, resümiert Julius schließlich. Dieser Frage nimmt sich das Musikvideo an: zwei Welten – das Zimmer als Realität und die digitale Welt – werden gezeigt. Dargestellt wird die Transformation des Hikikomori. Zuerst in der Realität gefangen durchschreitet er eine Veränderung zum freien digitalen Tier.


Presse: Filter Records / Photocredit: Videostill „Shutdown“