Wie könnte man besser in ein Pfingstwochenende starten als mit einem Konzert der Blackout Problems. Diese spielten am Freitag im Stereo Wonderland in Köln die erste Show ihrer ausverkauften Intimate Tour. Kurz vor dem Beginn der Festival-Saison schauen sie im Rahmen dieser Tour in Köln, Hamburg, Berlin und München vorbei.

Während draußen noch auf Einlass gewartet wurde, fand drinnen der Soundcheck statt den man draußen mithören konnte. So konnte man die Wartezeit aber auch schon nutzen, um sich einzustimmen. Als es dann rein ging war das gemütliche und kleine Stereo Wonderland schnell randvoll.

Der Support war niemand anderes als Nico Laska, der Backliner der Band, der die Blackout Problems gerne als seine großen Brüder bezeichnet. Dieser hatte am Anfang des Jahres seine „Fine“ Ep rausgebracht. Schon nach dem ersten Lied waren alle mitgerissen von der guten Laune und der positiven Ausstrahlung des Sängers. Einen besseren und passenden Support hätte es für diese familiäre Tour nicht gegeben.

„Where in the hell is this sign that i’m looking for?“

Während Nico allein noch viel Platz gehabt hatte, wurde es für die Blackout Problems fast so kuschlig auf der Bühne wie fürs Publikum davor. Als die ersten Takte ertönten, sah man Mario, den Sänger, einfach an, wie sehr er es genoss. Mit geschlossenen Augen, Kopf im Nacken stand er grinsend auf der Bühne.

Schon ab dem ersten Lied wurde alles vom Publikum verlangt, es war nicht nur ein Konzert wo eine Band etwas vorspielt und man mitsingt, man hatte das Gefühl alle in diesem Raum sind gerade Teil dieser kraftvollen Energie. Wer die Blackout Problems schon einmal live erleben durfte, der weiß das diese Band ab dem ersten Takt eine Energie verströmt die mitreißt und an diesem Abend war jeder mitgerissen. Man war eins.

„Together we’re an army, just as strong as black coffee.“

Der ganze Klub wurde genutzt. Alles war eine Bühne. Mario und Marcus eroberten getrennt voneinander den Bartresen und Mario sang auch mitten in der Menge. Das Publikum half unter anderem dem Mirkoständer zu halten oder wurde kurzerhand als Basshalter genutzt. Nach etwas der Hälfte der Show glich der Raum einer Sauna. Die Fenster beschlagen und nach und nach kam auch der Schweiß als Regen herunter. Auch dann kümmerten die Jungs sich liebevoll ums Publikum, gaben ihre Wasserflaschen weiter, so dass alle gut durch den schweißtreibenden Abend kamen.

„I love the taste of Chaos, sweet sweet Chaos“

Die Setlist war eine gute Mischung aus alten Liedern, die man lange nicht mehr gehört hatte, solchen die einfach auf jedes Konzert gehören und anderen ganz neuen Liedern, die man erst richtig ab Mitte Juni kennenlernen kann. Denn dann erscheint das neue Album „Kaos“.

Dies war ein Konzert das man nicht vergessen kann. Die Blackout Problems haben durch Charme und Mitreißgefühl, zusammen mit Nico Laska, das Publikum so auf Trab gehalten das jeder glücklich und verschwitzt aus dem Stereo Wonderland nachhause ging.



Autorin & Photocredit: Mone Hüsgen