Soccer Mommy – Das ist die gerade mal 20jährige Sophie Allison.
Das „Indie-Wunderkind“ aus Nashville ist schon seit Jahren musikalisch aktiv und wurde besonders durch ihren „Bedroom Pop“ bekannt.
Nach For Young Hearts (VÖ 2016) und Collection (VÖ 2017) wird mit dem folgenden Clean (VÖ 02.03.18) ihr erstes „richtiges“ Debutalbum erscheinen.

Wenn die tiefen des Lebens, Liebe und ein Indie-Sound, der sehr an die frühen 90er erinnert aufeinander trifft, dann zeigt Soccer Mommy, das es doch noch „Nachwuchs“ für handgemachte Musik gibt.
Ins Auto rein, Fenster auf und das Leben an sich vorbeiziehen lassen, daran erinnert ihre Musik. Auf eine Art etwas von Leichtigkeit und Freiheit, auf der anderen Art die emotionalen Leiden.

Klangtechnisch unterscheidet sich Clean sehr von all ihren vorangegangen Werken. So saß Gabe Wax (Deerhunter, War on Drugs, Beirut) an den Reglern und von Ali Chant (PJ Harvey, Perfume Genius, Aldous Harding) wurde alles schlußendlich abgemischt.

Sei es bei einem Stück wie „Your Dog“, überall zeigen sich die giftigen Seiten einer Beziehung. In ehrliche Worte verpackt schafft es Sophie Allison ihre „Frau“ zu stehen.

 

I don´t wanna be your fucking dog (…)
I don´t wanna be your little pet (…)
I don´t wanna be your baby girl (…)

 

„Still Clean“ sprüht nur so von ehrlichen Worten, wie die Liebe kommt und wie sie manchmal geht und man die Momente dazwischen einfach annehmen sollte.
Verpackt in einem balladigartigen Sound, mit Schmerz und einem Text, welcher aus dem Leben und all den Erfahrungen spricht, ist „Wildflowers“ für mich einer der schönsten Songs. Text, Gitarre und Gesang bauen eine Stimmung auf, wo jeder sich wiederfinden kann. Gute Laune versprüht auf seine charmante Art und Weise „Cool“. Sowohl verletzlich, strahlt dieser Song eine Hoffnung und Stärke aus.

 

I wanna no-one like you
I wanna no-one like you
I wanna be that cool

 

Ehrlichkeit, die Giftigkeit von Beziehungen und die Stärke immer im Rücken, genau dies verkörpert Soccer Mommy auf „Clean“.
Schon bei den ersten Klängen überkam mich ein Lächeln und ein soundmäßiger Flashback in die frühen 90er, mit all der Schwere in Leichtigkeit verpackt und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen im Blick.  Da kann man jetzt nur noch hoffen, die junge Musikerin auch in Deutschland mal live zu erleben!



Text: Nina Paul
Presse/Foto: Backseat

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