…Das war das Motto beim 33sten Summerjam Festival in Köln am Fühlinger See. Egal ob Jung oder alt – hier fand jeder ein kleines Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen und richtig abzugehen.

Drei Tage voller guter Vibes, richtig gutem Wetter und noch besserer Musik. Die Camper reihten sich nebeneinander an den See und in den umliegenden Wald. Neben einer Hauptbühne (Red Stage) und einer weiteren Stage (Green Stage), gab es einen Dancehall Floor, für alle die bis tief in die Nacht tanzen wollten.

Einen Start ganz nach Kölner Standards bot am Freitag die Karnevalsband Querbeat. Den nach und nach eintrudelnden Festivalbesuchern schien die Darbietung so gut zu gefallen, sodass ordentlich mitgetanzt und gesungen wurde.

Den Tag über verteilt traten die verschiedensten Künstler auf. Der aus L.A. stammende Rapper TY Dollar $ign kam mit ein wenig Verspätung auf die Red Stage. Der Organisator des Festivals, der jeden Künstler ankündigt, machte sich einen Scherz daraus. Ty sei wohl „ein wenig schüchtern“ was wohl kein Wunder bei der kritischen Menge sei. Danach fand er doch irgendwann seinen Weg auf die Bühne und sorgte trotz Jetlag für Stimmung, unter anderem mit Hits wie „Swalla“ von Jason Derulo und „Work“ von Fifth Harmony, bei denen er ein Feature hat.

Einen Höhepunkt nahm der erste Tag des Festivals mit dem deutschen Hip-Hopper Marteria. Sein Alter Ego Marsimoto war auch zu Besuch und das nicht nur einmal. Mal bekamen die Festival Besucher Marteria auf die Ohren und im nächsten Moment ertönten sphärische Klänge von Marsimoto. Die einzige Frage die bei diesem Set offen blieb war:


„Wie kann man so schnell das Outfit wechseln… und dann auch noch in eine enge grüne Hose?“.


Zum sechsten Mal trat der Rostocker auf dem Festival am Fühlinger See auf und wie es schien wollte er gar nicht gehen. Die letzten 20 Sekunden des Sets wurden dann ganz schnell zu den letzten 5 Minuten. Er setzte immer wieder erneut zu den „letzten 20 Sekunden“ an, bis die Menge irgendwann die T-Shirts auszog und durch die Luft schmiss.

Das Root Center welches Anlaufpunkt für alle möglichen Infostände war, wurde am frühen Mittag unter anderem auch zu einem Anlaufpunkt von heißblütigen Bingo Lovern. Somit bat das Festival auch außerhalb des eigentlichen Musikprogramms noch einiges an Aktivitäten an. Bingo, Bastelwettbewerbe und Hula-Hoop Contests.

Tag Nummer zwei sah auf der Greenstage deutschen Rap und auf der Red Stage hauptsächlich Reggae Künstler.

Gegen Mittag trudelten bereits einige Festivalbesucher ein um über den Basar zu schlendern. Manche planschten bereits im See rum, der die Festivalinsel umgibt. Vom Airbrush Tattoo bis zum Frisör für Rastalocken – jeder konnte fündig werden.

Am frühen Nachmittag brachte der gebürtige Köpenicker Romano die Greenstage zum Glühen als er die Bühne betrat. Eine Menge versammelte sich um sich einen „Klapps auf den Po“ vom Künstler höchstpersönlich abzuholen. Der Preis für die Beste Promoaktion geht wohl auch an Romano der bei „Brenn die Bank ab“ Dollarscheine mit seinem Gesicht in die Luft warf.

Nach dem Set von Bausa ließ sich, nach vielen Jahren Summerjam Abstinenz, Dendemann mal wieder auf einer der Summerjam Bühnen blicken. Zu Beginn entschuldigte er sich für seine lange Abwesenheit und legte alte Songs mit Covern neu auf. Er schien sichtlich Spaß zu haben an der Menge die ihm auch verzieh, dass er sie mit dem Hurricane Festival verwechselte. „Nichtschwimmer“ versetzte die Fans dann in völlige Ekstase – für eine Zugabe hat das letztendlich leider nicht gereicht.

Fast parallel, auf der Red Stage, machten Milky Chance gute Stimmung. Nach einer Umbaupause ging es hier weiter mit einem der Marley Söhne – Ziggy Marley. Mit eigenen Songs und alten Klassikern aus der Feder von Vater brachte er ein Stückchen Jamaika auf das Festival.


Der Samstag wurde von Gentleman beendet, der nochmal richtig laut aufdrehte.


Sonntags ging es dann schon in die letzte Runde.

Am frühen Nachmittag begeisterte die Londoner Band The Skints die Besucher mit neuen Rockeinflüssen die sogar für ein kleinen Moshpit sorgten. Die Die Experimente in Richtung Rock von der Band die normalerweise nur Reggae und Dub vermischen wurden also mehr als positiv angenommen. Sogar die Helfer der Organisation Viva con Agua tanzten ausgelassen durch die Gegend, was bestimmt für die ein, oder andere Extraspende gesorgt hat.

Die Ska-Band Richie Stephens & Ska Nation unterhielten die Leute mit Ska Versionen von berühmten Lieder wie zum Beispiel „O sole mio“ und ihren eigenen Songs.
Zu Besuch waren auch Inner Circle, die mit „Sweat (Alalalong)“ das Sommerfeeling perfekt machten.

Den Tag über verteilt gab es wieder einiges zu sehen. Einige reisten schon ab und andere freuten sich noch auf Acts wie Chronixx, Trettmann und Rin welcher das Festival mit ausgelassener Stimmung beendete.

Einen bunten Schlussstrich bat das Feuerwerk am Ende des Abends was von Jung und Alt bejubelt wurde.


Danke Summerjam! Wir freuen uns auf 2019 mit dir.



Autorin: Lisa Bogowsky Foto: Sandra Borchardt