100 Sonnenstunden und unendlich viele gute Momente!

Das Zeltfestival Ruhr geht in seiner 11. Edition mit 140.000 Besuchern zu Ende. Nach 17 Tagen der lauten und mitreißenden Töne, der leisen und gefühlvollen Shows, der großen und kleinen Besucher und der unzähligen besonderen Momente geht in diesem Jahr das Zeltfestival Ruhr mit vielen neuen Fans zu Ende.

70.000 Menschen entschieden sich für ein Veranstaltungsticket, ähnlich viele kamen, um das wunderschöne ZFR-Außenareal am Kemnader See auf der Grenze zu Witten und Bochum zu besuchen und das breite Angebot der Kulinarik und des Kunsthandwerks wahrzunehmen.

Ein starkes Team – an der Spitze die drei ZFR-Initiatoren Heri Reipöler, Lukas Rüger und Björn Gralla – hat auch in diesem Jahr das außergewöhnliche Zeltfestival in NRW erneut zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Die familiäre Atmosphäre innerhalb der Zelte machte die ingesamt 43 Shows von nationalen und internationalen Stars für die Region wieder einzigartig. Entsprechend frenetisch wurden die Veranstaltungen gefeiert – auch aus Künstlersicht

Den Anfang machte in diesem Jahr Daniel Wirtz, der mit seinem Soloprogramm die Messlatte direkt zu Anfang sehr hoch legte!

Nina besuchte das Konzert des Sängers und sagt:

Eröffnungstag war angesagt, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und die Besucher strömten wie gewohnt mit guter und entspannter Laune zum Zeltfestival Ruhr an den Kemnader See!

Neben den vielen Flaniemöglichkeiten wurde an diesem Abend auch in den Zelten großes Programm geboten. So verzauberte James Blunt im Sparkassenzelt seine Fans, während im Stadtwerkezelt Daniel Wirtz sein Bestes gab.

Mit seinem deutschsprachigen Rock begeisterte er von Anfang an seine Fans, sodass immer mehr Stimmung unterm Zeltdach entstand. Kontrastreicher hätte das gemütliche Festival am See nicht starten können.

Es wurde geschlemmt, getrunken, flaniert, gerockt und dahingeschmolzen.


Weiter im Programm ging es unter anderem mit Dieter Thomas Kuhn & Band, La Brass Banda, Jaimi Faulkner, Freundeskreis sowie unterhaltsamen Abenden mit Comedy und Theater.

Ein weiteres Highlight war die US-Rockband „Welshly Arms“, welche ihr neuestes Album ‚No Place Is Home‚ vorstellte.

Dominik war bei Weshly Arms vor Ort und hat den Abend so erlebt:

Welshly Arms waren fantastisch. Die Energie der sechs grandiosen Musiker übertrug sich in Windeseile auf das gesamte Publikum und die Temperaturen stiegen ins unermessliche. Feinster Rock’n’Roll aus Cleveland in gut 90 Minuten. Die raue Stimme von Frontmann Sam, wirkte live ganz anders als auf Platte und nahm den ganzen Raum ein. So eine dunkele, raue Stimme hört man dieser Tage immer seltener. Welshly Arms haben alles gegeben. In jeder Minute. Und natürlich waren auch die richtigen „Knaller“ Legendary und Sanctuary dabei.


In den nächsten Tagen folgten weiter Niila mit finnischem Neo-Soul, oder aber OMD mit ihrem „Punishment Of Luxury“ sowie die Fanta 4 und MFG vom See. Auch Matthias Reim und In Extremo ergänzten den vielfältigen Spielplan des Zeltfestivals. Mit Adel Tawil gab es einen weiteren großen Namen aus Deutschland, bevor als besonderes Highlight A-ha das Sparkassenzelt beehrten.

Taggleich spielten ebenfalls die Donots, bei denen Anna zu besuch war und das Konzert wie folgt beschreibt:

Was man macht, wenn man keine Vorband hat? Nunja, die meisten würden wohl einfach wortlos darauf verzichten. Nicht aber die Donots: die Band aus Ibbenbüren, die es solange gibt wie ich alt bin, engagierte sich kurzerhand einfach selbst als Vorband.

Es sollte zu einem ganz besonderen, unvergesslichen Abend werden. Als Warm-Up-Programm gab es die volle Portion „Pocketrock“, das Album von 2001, das für den Hit „Whatever Happend To The 80s“ enthält. Doch nicht nur den, sondern das komplette Album bekam das kunterbunt gemischte Publikum zu hören – eine Konzertrarität, die ihres Gleichen sucht.

Nach gerade einmal 10 Minuten Verschnauf- und Umziehpause führten die Donots ihre bombastische Liveshow weiter. Die Stimmung erreichte ab Song 1 ihren Zenit und blieb dort auch konstant bis zum allerletzten Song. Moshpits, Circlepits, gemeinsames Umhergespringe, die pure Freude. Ansagen von Sänger Ingo und seinem Bruder & Gitarristen Guido, die für Lachtränen sorgten, durften da natürlich nicht fehlen, doch kamen auch wichtige politische Messages immer wieder und gut an. Wer nach so vielen Jahren, Alben und Konzerten noch so authentisch sympathisch sein kann wie die Donots, hat großen Respekt verdient.


Das Zeltfestival bot in den darauffolgenden Tagen ein bunt gemischtes Programm aus ruhiger Unterhaltung und Aktion für groß- und klein.

Ein weiteres Vertreter der deutschen Popmusik war Philipp Poisel, der das Sparkassenzelt füllte und bei Dominik folgenden Eindruck hinterließ:

Philipp Poisel schafft das, was nur wenige Künstler schaffen. Mit wenig Schnickschnack und ohne viel Aufwand das komplette Publikum verzaubern. Es gab viele magische Momente, die ohne große Bühnenshow oder Pyroeffekte auskamen. Das Publikum war auf seiner Seite und sang von der ersten bis zur letzten Minute lauthals und voller Überzeugung mit. Kaum zu glauben, dass sich die Stimmung in einem so großen Zelt selbst bis in die letzte Reihe nicht verliert.


Mit Julia Engelmann und Pamela Falcon gab es geballte Frauenpower, bevor kurze Zeit später die männlichen Kollegen um DJ Alle Farben und Johannes Oerding übernahmen!

Das Konzert von Johannes Oerding besuchte unsere Kollegin Sarah und nahm folgende Erinnerungen mit:

Die Stimmung war super! Ich war schon häufiger bei Konzerten von Johannes, aber dieses Mal war es wirklich überragend. Bereits nach dem zweiten Song, hat das Publikum so laut und intensiv mitgesungen, dass die Band stauend und sprachlos die Bühne verließ. >> ‚Macht ihr mal…Tschüss << um dann anschließend, bereits nach dem zweiten Titel die erste Zugabe zu spielen. So ein Konzert wie beim Zeltfestival habe ich noch nicht von ihm erlebt. Es war großartig. Die ganze Zeit!

In die letzte Runde ging es abermals mit einem gemischten Programm aus, Lesungen, Comedy und Musik. Als eines der letzten Konzerte, besuchte Dominik am Samstag den Auftritt von Samuel Hope (wir präsentieren), der die Piazzabühne für sich einnahm und den umstehenden Platz innerhalb von Sekunden füllte.

Dominik beschreibt den Auftritt von Samuel Hope so:

Es war wie ein intimes Clubkonzert. Samuel spielte zuerst vor einer Hand voll Leuten, lockte aber in Sekundenschnelle eine immer größer werdende Menge an Zuschauern an. Seine Stimme ist einfach der Wahnsinn. Dass zwischendurch die Technik versagte, nahm er ebenfalls überaus gelassen, sprang von der Bühne und setze seinen Auftritt einfach inmitten des Publikums fort. Ein echter Profi und einfach ein unfassbar talentierter (und leider viel zu unbekannter) Musiker.


Das war es. Das Zeltfestival Ruhr 2018. Ein buntes, vielfältiges, abwechslungsreiches und spannendes Fest. Es war für jeden Geschmack etwas dabei und wer keine der Veranstaltungen besucht hat, konnte sich die Zeit dennoch an einem der zahlreichen Gastro-Stände oder an den beeindruckenden Handwerkszelten vertreiben. Zurecht hat sich das Zeltfestival mit seinen Besucherzahlen wieder selbst übertroffen.


Autoren: Dominik Huttner, Anna Fliege, Nina Paul, Sarah Kaiser
Presse: Zeltfestival Ruhr
Foto: Kai Hoffmann