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SYML von SYML – Ein Debütalbum mit der besonderen Klasse

SYML von SYML – Ein Debütalbum mit der besonderen Klasse

Simplizität strahlt der Name aus, sein Sound ist es aber so gar nicht. Mit dem aus dem walisischen abgeleiteten Wort SYML hat Brian Fennell unter diesem Kürzel sein gleichnamiges Debütalbum (via Nettwerk Records) eingespielt.


Ein Artikel von Nina Paul – 12 Tracks, die einen gewissen Hang zum Minimalismus haben, finden sich auf dem Album wieder. Alle gemein haben sie eine gefühlvolle Aura, die von dem besonderen Klang SYMLs geprägt sind.

Brian Fennell hat mit seinem Soloprojekt SYML vorab schon vier EPs veröffentlicht und so die Erwartung auf das Debütalbum hoch angeheizt. Der Musiker aus Seattle ist in der Szene kein Unbekannter, machte er sich doch schon einen Namen als Mitglied in der Band „Barcelona“.

SYML von SYML, es hört sich schon nach einer sehr persönlichen Sache an und so erscheint es einen auch beim ersten Hören. Es geht viel um Beziehungen, Liebe und Lebensentwicklungen, die aber so verpackt sind, dass sie thematisch nicht „dröge“ wirken. Ist es mal eher rockig, dann wieder mehr folkig, am Ende zeigt sich musikalisch das Album sehr wandelbar und doch sehr stimmig im Sound. Es ist eben die neue Indie Pop Alternative auf dem aktuellen Musikmarkt. Diieses Debüt passt zu vielen Momenten, hat irgendwie was von einem guten Wein, der je nach Individualität zu vielen Gerichten passt.

Mit „Clean Eyes“ gibt es auch direkt einen stimmungsvollen und posittiv klingenden Song zu Beginn, einer der auf dem Kopfhörer, wie auch in größerem Rahmen einen einfängt und Ohrwurmcharakter hat. Emotionaler zeigt sich mit „Wildfire“ der weitere Track, wo Fennett aber sein ganzes stimmliches Ausmaß zeigen bzw hören lassen kann. Zu Beginn ein Song, verschlossen in Emotionen, der sich in der Musik und im Gesang immer mehr öffnet, dies ist „Where´s My Love“.

„ … Just come home … „

Gezupfte Gitarrenklänge, ein folkig angehauchter Sound in Singer- Songwritermanier und alles verpackt in einer Ballade. Das SYML es aber auch anders kann, dies kann man „Break Free“ und „Animal“ hören. Volle Sounds, die einen stimmungsvoll mitnehmen und wie viele seiner Songs einen kräftigen Ohrwurmcharakter haben. Zu einem der stärksten Tracks hat sich für mich „WDWGILY“ (Where Did We Go I Love You), entwickelt, der einfach kurz gesagt: Simpel und Ausdruckstark in seiner ganzen Form ist. Auf eine Art minimalistisch, dann wieder eine extreme Kraft an Ausstrahlung hat. So stimmungsvoll das Debütalbum beginnt, so gefühlvoll wird dieses mit dem ruhigen „Before You Knew It Was Me“ als instrumentales Stück, welches fast gänzlich ohne die Stimme Fennells auskommt, beendet.

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Ein Album, welches einfach zu vielen Stimmungen passt. Ein Werk, was nicht wirklich wie ein Debüt klingt, sondern wie eine langsame und durchdachte Idee, eben wie ein guter Wein!



23.06.19 | Leipzig | Naumanns
12.09.19 | München | Strom
16.09.19 | Frankfurt | zoom
17.09.19 | Köln | Luxor
18.09.19| Berlin | Bi Nuu
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