Wenn ‚The Italien Job‘ auf ‚Transporter‘ trifft, hinzu ein grandioser Cast und phantastische Filmmusik kommen und das ganze mit einer Prise ‚Romantik‘ abgerundet wird, findet man sich in „Baby Driver“ wieder.

In meinen heutigem Throwback geht es ausnahmsweise einmal nicht um ein klassisches Album meiner Lieblingskünstler. Vielmehr geht es um eine Sammlung an großartiger Kompositonen, die sich alle in einem der besten filmischen Werke aus 2017 wiedergefunden haben.

Der Film von Regisseur Edgar Wright, erfindet das Genre ‚Car-Action-Movies‘ nicht neu, ist aber dennoch frisch und innovativ. Hinzu kommt ein 30-Titel starker Soundtrack, der es auf subtile Art schafft, den Hörer bereits vor Anschauen des Films in die Szenerie der Handlung zu versetzen.

Der Soundtrack spiegelt wieder, was der Film verspricht. Actiongeladene Unterhaltung wird in gut 100 Minuten und 30 sorgfältig ausgewählten Songs angeboten. Man hat zu jeder Zeit das Gefühl, sich gedanklich in die Filmwelt und den Ort der Handlung versetzen zu können. Dass sich der Soundtrack dabei aus verschiedensten Genres bedient und nicht durchgängig auf den „harten Kerle“ Sound setzt, tut dem ganzen dabei keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, findet man auf der Compilation auch allseits beliebte Titel wie „Easy“ von The Commodores, oder aber einen der wiederkehrenden Running-Gags des Film „Tequila“ von Button Down Brass.


Fun Fact: Die Tracks, die Hauptdarsteller „Baby“ hört, bilden gleichzeitig den Soundtrack zum Film. Normalerweise wählen Regisseure für den Soundtrack eines Films Musikstücke, die das untermalen sollen, was auf der Leinwand geschieht. In Baby Driver lässt Wright seinen Titelhelden jedoch solche Musik hören, die über sein Schicksal zu entscheiden scheint¹


Abschluss des Albums und Highlight des gesamten Soundtracks, ist der eigens für den Film produzierte Titel ‚Chase Me‘ von DJ Danger Mouse. Der Song enthält ein Sample von Jon Spencer Blues Explosions „Bellbottoms“, der in Kooperation mit ‚Run The Jewels‘ und ‚Big Boi‘ entstand. Beide tauchen ebenfalls als kleine Randfiguren im Film auf. (Spoileralarm: durch die Titelgebung und Anordnung der Tracks lässt sich hier ein mögliches Ende des Films andeuten.)

Der ‚Baby Driver‘ Soundtrack macht definitiv Lust auf den Film. Er ist raffiniert zusammengestellt und bietet durch die hohe Dichte an verschiedensten Genres, eine gute Auswahl für ein breites Publikum. Film- und Musiklieberhaber sollten beidem eine Chance geben und erfahren, inwiefern Film und Musik ein harmonisches Zusammenspiel gelingt.



Autor: Dominik Huttner Foto: Sony Pictures Germany ¹: Wikipedia, Baby Driver