Passend zum Release der neuen Single, soll es heute um ein Album gehen, welches nun gut 5 Jahre zurück liegt und damit den Anfang einer neuen Ära begründete. „Bad Blood“ ist das Debütalbum von „Bastille“ rund um Frontmann Dan Smith. Das Quartett besteht im weiteren aus Bassist Will Farquarson, aus Keyboarder Kyle Simmons und Drummer Christopher „Woody“ Wood. Erstveröffentlichung feierte das Album im März 2013.


Ich war ehrlich gesagt ein wenig genervt vom Hype, den diese Band ausmachte. „Flaws“ wurde unendlich oft im Radio gespielt und war mein erster Berührungspunkt mit der Band. Anfangs weggeschaltet, gefiel mir das Lied von Mal zu Mal besser und ich beschäftigte mich weiter mit der Band und lernte sie lieben. Pünktlich zu Ostern bekam ich als kleine Überraschung dann das Album geschenkt.

Damit geriet bei mir ein Stein ins Rollen und eine unbändige Faszination wurde ausgelöst, die bis heute anhält und die ich in ähnlicher Form auch noch nicht erlebt habe. Diese Band und dieses Album trafen zu 100% meinen Geschmack.

Eröffnet wird Bad Blood mit der epischen Hymne „Pompeii“, die sich durch das markante „Eh-eh-oh, eh-oh“ direkt im Gehör festsetzt. Es ist wahrscheinlich auch der bekannteste Song der Band, bezogen auf die Allgemeinheit an Hörern.

Mit „Things We Lost In The Fire“ haben wir eine ausdrucksstarke Ballade mit starken Schlagzeug Elementen. Der Titelsong „Bad Blood“ ist und war für die allermeisten leider nie der stärkste Song des Albums und zeichnet sich durch einen dunkleren Klang aus.

Weiter geht’s mit „Overjoyed“ einer wunderschönen Ballade, die vom Piano und vor allem den E-Drums getragen wird und Dan Smiths Stimme wunderbar in Szene setzt. „These Streets“ ist die gute Laune Nummer des Albums und hebt sich durch die Percussions im Hintergrund vom Rest der Titel ab.

Die Tanzschuhe fangen bei „Weight Of Living, Pt. II“ an zu glühen, denn ein weiteres Mal wird es ein wenig schneller. Auch hier ist der signifikante Einsatz der Drums zu betonen. Mein persönliches Highlight und unangefochtener Lieblingssong, aller bisher veröffentlichten Tracks ist „Icarus“. Der Song sprüht vor Stärke, ist unfassbar packend und hat eine einmalig tolle Melodie.

Mit „Oblivion“ wird es nochmal ein ganzes Stück ruhiger als zuvor und wir haben die zweite Ballade des Albums. Streicher, ein Piano und die subtile Untermalung mit Backing-Vocals lassen hier und da mit Sicherheit eine Träne kullern. Glücklicherweise geht’s mit Bastille‘s Signature-Songs weiter, der sich vor allem bei Live-Shows zum Highlight entwickelt hat. Sänger Dan nutzt eben diesen Titel nämlich, um dem Publikum einen Besuch abzustatten. Großes Gefühl zum dritten liefert „Daniel In The Den“, ist dabei aber keine reine Ballade, setzt im Kern aber doch auf ruhigere Töne.

Den Abschluss bildet das Dreiergespann aus „Laura Palmer“ eine Hommage an Dan‘s Lieblingsserie Twin Peaks, der vermeintlich letzten Ballade „Get Home“, die sich ganz minimalistisch auf Smith‘ Stimme und das Piano konzentriert und „Weight Of Living, Pt. I“ als weitere tanzbare Uptempo-Nummer.

Das Album ist insgesamt ein rundes, stimmiges Konstrukt, verfolgt nicht unbedingt einen roten Faden, bietet aber für ein Debüt überraschend viel Abwechslung und Dynamik. Ein Werk das Lust auf mehr macht und der Band zurecht die Türen in Richtung Erfolg öffnete.





Autor: Dominik Huttner Foto: Universal Music

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