Mit Bad Blood legten Sie den Grundstein ihrer Karriere. mit Wild World gelang ihnen schlussendlich der internationale Durchbruch! Zuletzt machten die Briten mit dem Titelsong zum Netflix-Film ‚BRIGHT‘ auf sich aufmerksam. Jetzt gehen die vier Musiker erneut auf Tour und lassen das erfolgreiche Album zusammen mit einem Orchester neu erstrahlen.

Doch was ist es, dass die Band so erfolgreich macht? Kennt man sie hierzulande leider häufig nur vereinzelt und vor allem durch den Radio-Hit ‚Pompeii‘, beweist Wild World, dass das Quartett noch deutlich mehr zu bieten hat.

Sprechen wir von guter Musik und Alben, die wir persönlich sehr gefeiert haben, dann komme ich einfach nicht drum herum über Wild World zu sprechen. Zwar ist die Band noch immer verhältnismäßig kurz am Markt, hat sie meine musikalische Entwicklung und meinen Geschmack in den letzten vier Jahren dennoch nachhaltig geprägt.

Wild World existiert für mich immer schon nur in der Deluxe Variante, die sich in diesem Fall ‚Complete Edition‘ nennt und ganze fünf Songs mehr enthält als die Standard-Version. Fünf Songs, die wie der Rest des Albums so hörenswert sind, dass man gar nicht anders kann als die Complete Edition zu kaufen.

Das Album ist ein komplett neuer Einschlag verglichen mit der Erstveröffentlichung ‚Bad Blood‘. Mehr Gitarren, mehr Rock, aber auch deutlich mehr Pop und tanzbare Nummern. Balladen halten sich dieses Mal minimalistisch im Hintergrund, sind aber ebenso vorhanden.

War Bad Blood noch ziemlich gefühlvoll und tiefgründig emotional, ist Wild World genau das was der Titel verspricht. Wild und zeitgemäß. Die Titel richten sich häufig deutlich am aktuellen Zeitgeschehen aus und Frontmann Dan Smith hebt bewusst den mahnenden Zeigefinger in seinen Texten.

Die Texte sind teils politisch motiviert, beleuchten sozialkritische Aspekte, oder regen anderweitig zum Nachdenken an. Im gesamten Album merkt man jedoch die Wichtigkeit jeder einzelnen Zeile. Die Lyrics sind keine belanglose Massenproduktion, sondern fein ausgeklügelte Poesie.

Wie bereits auf dem Debütalbum spielt die Band auch auf Wild World immer wieder mit Ausschnitten bekannter Filmklassiker (Dan Smith ist riesiger Filmfan) und nutzt diese als Intro, oder als gekonnt platzierten Break innerhalb der Songs.

In den 19 Stücken des Albums findet sich mindestens jeder Hörer einmal wieder, so abwechslungsreich und unterschiedlich sind die Titel. Unweigerlich fängt man an, rhythmisch mit dem Fuß zu wippen, wenn ‚Warmth‘ läuft, oder in seinen Gedanken zu versinken, sobald ‚Oil On Water‘ gespielt wird.

Wild World trifft mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack und ist bestimmt auch „speziell“ und kein Mainstream-Pop. Das versucht die Band aber glücklicherweise auch nicht zu sein. Der britische Akzent von Sänger Dan Smith ist jedoch mindestens genauso charmant wie die Songs an sich, sodass jeder mindestens einmal ins Album reinhören sollte.

Hier könnt ihr BASTILLE live erleben:

19.04.2018 Berlin, Tempodrom, Bastille – Reorchestrated

>> HIER << kommt ihr zum letzten Artikel über Bastille

Autor: Dominik Foto: Universal Music Germany

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