Eigentlich wollte er Fußballer werden, doch zum Glück wechselte er vor gar nicht all zu langer Zeit die Richtung seiner Zukunft. Jung, britisch und eine gewaltige, kratzige Stimme – ein zeitloser Erfolgsgarant, oder? Tom Grennan ist 23, kommt aus London und bringt mit „Lightning Matches“ sein fulminantes Debütalbum auf den Musikmarkt.

Angst um ausbleibenden Erfolg muss er sich dabei allerdings nicht machen, war er doch schon lange vor diesem Album ein hochgelobter Hoffnungsträger der UK-Szene, eröffnete beispielsweise Konzerte  für The Libertines und schaffte es in allen relevanten Listen nach ganz oben. Mit seiner ersten Debüt-EP „Something In The Water“ und den darauffolgenden EPs „Release The Brakes“ und „Found What I’ve Been Looking For“ machte er spätenstens 2017 lautstark auf sich aufmerksam. Ein paar dieser Songs schafften es als Vollendung dieser Jungfernfahrt schlussendlich auf das große Album.

Musik, die nicht nur im Nachmittagsprogramm des regionalen Radiosenders, sondern ebenso auf großen Festivalbühnen und Alternative-Parties problemlos ihren Platz findet. Vielseitig, zugänglich und doch komplex genug, um nicht als belanglos abgestempelt zu werden.

Lightning Matches“ hat sie alle: die herzzerreißenden Balladen, die fröhlichen Tanznummern, die epochalen Songs mit Orchester, die ruhigeren Klavierstücke. Ein ganz schön großes Album ist es, ganze 16 Songs zählt die Deluxe-Version. Ein Album mit dem ganzen Programm, mit der ganzen Palette. Ein Album, das schreit: „Schaut her, was ich alles kann und wie vielseitig ich bin.“ Das ist grundsätzlich eine großartige Sache für so ein Debüt.

Ein paar Highlights findet hier mit Sicherheit jeder. Wie wäre es mit dem bekannten Opener „Found What I’ve Been Looking For„, der an dieser Albumposition wie eine tiefgründigere Message wirkt. Ein weiterer Favorit ist mit Sicherheit Titelsong „Lightning Matches„, ebenso „Sober“ und schlussendlich „Sweet Hallelujah„.

Wir dürfen gespannt sein, in welche Richtung es Tom Grennan schlussendlich verschlägt. Welche Seite seines Talentes den lautesten Beifall erlangt, welche grundlegende Mischung es in den nächsten Jahren werden soll. Nur eins ist klar: Schluss ist hier noch lange nicht!



TOM GRENNAN live

25.09.2018: Wiesbaden – Schlachthof Kesselhaus
26.09.2018: München – Technikum
29.09.2018: Berlin – Gretchen
30.09.2018: Dortmund – Way Back When Festival


Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Benameur Promotion