„Village“ liegt zwar schon zwei Wochen zurück, aber wenn ein Album so ausdrucksstark und vielsagend ist wie das von Jacob Banks, dann braucht es doch ein wenig länger, um die passenden Worte dafür zu finden…


Ein Artikel von Dominik Huttner – Denn wenn man bereits beim ersten Song staunend zurückbleibt und einen Kloß im Hals hat, weil man sprachlos über so viel Talent ist, dann hat man ein gelungenes Album vor sich. Chainsmoking, eben dieser Song ist es, mit dem Jacob Banks sein Debütalbum eröffnet. Es ist ein Statement. Ein Song, voller Ausdruck und Auskunft. Ein Song, der vermittelt wofür 13 weitere Titel stehen.

Denn Jacob Banks ist kein Unbekannter. So war er der erste Künstler, der ohne Plattenvertrag in der BBC Live Lounge aufgetreten ist. Ebenso gewann er bereits 2012 die MOBO UnSung regional competition in Birmingham und den Adidas „Are You In“Wettbewerb. Außerdem sind Banks Songs beliebte Titel für Videospiele, Serien und Filme (z.B FIFA, Lucifer oder The Equalizer 2) – Für sein Debüt hat Jacob Banks mit renommierten Produzenten wie Paul Epworth (u.a. Adele, James Bay, FKA Twigs) und Malay (u.a. Frank Ocean, Sam Smith, Lorde) zusammengearbeitet.

Village ist ein weiteres Kapitel im Leben des Musikers. Es folgt auf die EPs „The Paradox“, „The Monologue“ und „The Boy Who Cried Freedom“. Genau wie die ersten Releases ist auch sein Debüt ein Album voller Soul. Der 27-jährige schafft es Hip-Hop und R’n’B so soft klingen zu lassen, dass es sich perfekt an seine warme, soulige Stimme anpasst.

Es ist eines der Werke, das man in keine Schublade stecken kann und auch nicht möchte. Viel zu facettenreich ist das, was Jacob Bank geschaffen hat. So reiht sich an das Chainsmoking, der ruhigere und einfühlsame Titel „Mexico“, der so smooth ist, dass man dazu tanzen möchte. Mit „Grown Up“, wird es dann beispielsweise sehr persönlich und autobiografisch. Insgesamt sind die Titel doch eher „unaufregend“, ohne dies abwertend zu meinen. Banks konzentriert sich eher auf die glasklare Stärke seiner Stimme und lässt unnötiges Chi-Chi aussen vor. Dies rührt wohl besonders daher, dass alle Titel auf persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen beruhen.


„In „Village“ geht es darum, die Dinge zu feiern, die uns zu dem Menschen machen, der wir sind: Das Gute, das Schlechte und das Fragwürdige.“


Insgesamt kann und möchte man fast gar nicht weghören, wenn die durchdringende, gefühlvolle Stimme zu singen anfängt. Jeder Titel ist ein Genuss und repräsentiert das Genre von seiner besten Seite.

Dass Jacob Banks auch live mehr als überzeugend ist, konnte er bereits als Support von hochkarätigen Künstlern, wie zum Beispiel Alicia Keys, Sam Smith und Emeli Sandé sowie auf seinen eigenen ausverkauften Shows rund um die Welt unter Beweis stellen. Unbedingt empfehlenswert ist auch Jacobs Colors-Session, die bereits über 5 Millionen Mal angeklickt wurde sowie sein Auftritt mit „Unknown (To You)“ (ebenfalls auf „Village“ zu hören) in der Late-Night-Show von Seth Meyers.

Wer sich selbst live von Jacobs Talent und seiner unvergleichlichen Stimme überzeugen möchte, hat dazu im November bei den folgenden vier Terminen in Deutschland die Gelegenheit:

27.11.2018 Köln, Live Music Hall
28.11.2018 Hamburg, Docks
29.11.2018 Berlin, Astra
30.11.2018 Frankfurt, Gibson



Autor: Dominik Huttner Foto: Universal Music