Eigentlich wollten sich A Tale Of Golden Keys nach ihrem zweiten Album „Shrimp“ (VÖ Februar 2018) erstmal eine kleine Pause gönnen, um dann voller Elan mit der Arbeit am dritten Album zu beginnen. Doch dann weckte sie die Anfrage eines Freundes aus dem Kreativschlaf: Der Fotograf und Filmemacher Kilian Reil machte sich zusammen mit seinem Freund Roman mit Fahrrad und Boot auf den Weg durchs unberührte Jakutien (Sibirien, Russland) und hielt das in phänomenalen Bildern in Form einer Reisedokumentation („Tyry“) fest.


Fasziniert von der Idee, einen Soundtrack für diese Kulisse zu schreiben, zogen sich A Tale Of Golden Keys für ein paar Tage in ihr Haus in der fränkischen Einöde zurück. Eigentlich sollte nur ein bisschen probiert und gewerkelt werden, aber – wie so oft bei dieser Band – ging alles viel schneller und fokussierter als ursprünglich geplant. In wenigen Tagen entstand ein komplett in Eigenregie aufgenommenes Soundtrack-Album: „Tyry (Music for the Film)“.

Darauf zu finden sind sieben wunderschön arrangierte Songs. A Tale Of Golden Keys haben ihrem Songwriting hier losgelöst von irgendwelchen Konditionen freien Lauf gelassen. Während sich die Band in der Vergangenheit relativ klar an eigene Songstrukturen hielt, ist bei diesem Album alles möglich: Instrumentalstücke, Folk-Balladen, Drum-Computer und Gitarren-Ausbrüche.



Nach ihrem Debütalbum „Everything Went Down As Planned“ aus dem Jahr 2015 und dem Nachfolger „Shrimp“ aus dem Jahr 2018, gehen Hannes Neunhoeffer (Gesang, Gitarre, Klavier), Florian Dziajlo (Bass) und Jonas Hauselt (Schlagzeug) mit dieser neuen Veröffentlichung den entscheidenden Schritt, um sich endgültig als eine der wichtigsten Indie-Bands aus Deutschland zu etablieren. Bereits über 7,5 Millionen Streams bei Spotify, zahlreiche ausverkaufte Konzerte und eine große Medienresonanz sprechen aber ja eh schon für sich.


Presse: Listen Collective / Photocredit: Fabian Willi Simon