Nach ihren Single-Auskopplungen “Adore”, derzeit in der Douglas Werbung zu hören, und “Psycho” hat Amy Shark sich bei uns bemerkt gemacht. Die Indie Pop Sängerin stammt gebürtig aus Queensland (Australien), ihr Song “Adore” wurde von den M-Phazes produziert. Seit 2014 macht die Sängerin Musik und veröffentlichte zuvor auf Youtube und Itunes. Mit “Adore” sicherte sie sich einen Platz in den Charts und auch ihre letzten Touren in Deutschland und Australien waren restlos ausverkauft. Mit Love Monster legt die Australierin nun ihr Debütalbum vor.

Besonders auffällig für Amys Musik ist der ruhige, unaufgeregt Sound ihrer Singles und der zieht sich über Love Monster auch hinweg. Ruhig und unaufgeregt heißt hier nicht langweilig – Amy weiß wie man ihre Stimme nutzt und sorgt dafür, dass trotzdem jeder Song für sich alleine steht. Anstatt auf unnötig viele Effekte zu setzen um den Songs ungewollten Wums zu verpassen ist jeder Song gut durchdacht und wirkt für sich. So ist zum Beispiel “I Said Hi“ eine wunderbare Komposition, der gerade durch die sparsam eingesetzten Streicher und der davor umso prominenteren Stimme Amys wirkt.

Ein Song der besonders im Kopf hängen bleibt ist “Leave Us Alone“ der durch die Kompositionen mit Streichern besticht. Amys Lyrics und Sound treffen hier mehr als perfekt aufeinander. Auch wenn Amy Shark sich nicht viel auf dem Album traut – der ruhige Sound passt einfach zu ihr. Akustische Gitarren, Drums die eher im Hintergrund bleiben – das ist einfach Amy Shark. Dennoch kommen auch mal bei Songs wie “Middle of the Night“ die elektronischen Drums auf und mischen die Songs etwas auf.

Natürlich könnte man jetzt bemängeln, dass Love Monster nicht gerade viel Variation zu bieten hat – aber das muss Amy auch nicht. Jeder einzelne Song ist maßgeschneidert für die Australierin deren Stimme halt gerade dann in Wirkung kommt wenn nicht zu viel um sie herum abspielt. Trotz wenig Prunk in den Songs so hervorzustechen das ist doch gerade eine Leistung die man vorweisen muss.

Love Monster stellt ein Debütalbum dar, das Amy Shark perfekt inszeniert und trotzdem auf zu viel drumherum verzichtet. Es mag unaufgeregt klingen, aber genau das ist es, was Amy ausmacht und durch das sie hervorsticht: In einem Zeitalter in dem gerade im Popgenre meistens die Devise „mehr ist besser“ herscht. Das Album ist erdend, es bringt einen herunter und ist eine wunderbare neue Interpretation von Indie-Pop.



Autorin: Carolin Czarnecki / Foto: Facebook Amy Shark