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Unverwechselbarer Sound bei Jack White in der Warsteiner Music Hall

Unverwechselbarer Sound bei Jack White in der Warsteiner Music Hall

Jack White live zu sehen, ist großartig. Das hat jedenfalls einer der Konzertbesucher hinter mir mehrere Male in den Raum geschrien. Und ich kann ihm da nur zustimmen, denn das Konzert in der Warsteiner Music Hall in Dortmund war tatsächlich genau das – großartig.

Etwas ungewohnt musste man als Besucher noch vor Betreten des Gebäudes sein Handy, auf Wunsch des Künstlers, in eine verschließbare Tasche legen, welche erst nach dem Konzert wieder geöffnet wurde. Keine Fotos, keine Videos, einfach nur voll und ganz auf das Konzert und die Musik konzentrieren. Klingt erst mal ungewohnt, funktionierte aber dank dem tollen Team der Konzerthalle reibungslos. Und das Gefühl ein Konzert zu erleben, ohne Social Media daran teilhaben zu lassen, ist eigentlich auch mal ganz schön.

Um 20 Uhr betritt Jack White mit seiner Band unter lautem Applaus die Bühne. Mit gewohnt zerzaustem, schwarzen Haar und im hellblauen Anzug steht er zwischen seiner großartigen Schlagzeugerin Carla Azar und seinem Bassisten Dominic Davis. Der Sound, der durch die Halle dröhnt, ist imposant. Hier steht ein Künstler auf der Bühne, der weiß, was er tut. Das merkt man auch an den mehrfachen Gitarrenwechseln, zwischen und auch während der Songs. Allein auf der Bühne stehen beeindruckenderweise sechs verschiedene Modelle.

Jack White spielt an diesem Abend, zur Freude des Publikums, nicht nur Songs seiner Soloalben, sondern auch Stücke seiner Bands The White Stripes und The Raconteurs. Zu Beginn spielt er „When I Hear My Name“, ein Stück von dem 1999 erschienenen self titled Album der White Stripes. Bei „Love Interruption“ trennt sich Jack White von seiner Jacke und leitet im schwarzen Shirt bekleidet zum White Stripes Song „We´re Going To Be Friends“ über. White spielt an diesem Abend nahezu ohne Pause, ein guter Song geht in den nächsten über und wird ohne Verlust an Energie gespielt. Im Wechsel zwischen rockigen und langsamen Stücken, sorgt der Künstler für Abwechslung und lässt die Stimmungskurve nie abflachen.

Als der Song „Steady As She Goes“ seines Nebenprojektes The Raconteurs gespielt wird, hört man im Publikum begeistertes Raunen. Ins blaue Licht getaucht, steht White auf der Bühne, seine einzigartige, unverkennbare Stimme schallt durch die Halle und einem wird kurz bewusst, wie besonders es ist Ihn an diesem Abend live zu sehen. Nachdem um 21:15 Uhr kurz das Konzertende angetäuscht wird, um dann zur „Zugabe“ überzuleiten, wird zum Finale dann auch noch der weltweit bekannte Song „Seven Nation Army“ gespielt. Live macht das Ganze doch einiges her, und obwohl man das Lied gefühlt hundert Mal gehört hat, klingt es hier ganz besonders.

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Als Jack White die Bühne unter lautem Applaus und Jubel verlässt, schallt von hinten noch einmal laut „Großartig“ und ich hätte es nicht besser zusammenfassen können.


Autorin: Lisa Schulz / Foto: David James Swanson

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