Von YouTube bis in die Charts. Heutzutage nichts mehr neues und genau dieses schaffte Marie Hsiao, besser bekannt als Mree. 2011 veröffentlichte sie daraufhin ihr Debütalbum „Grow“ und nun folgt mit „The Middle“ via Nettwerk ihr mittlerweile fünftes Album bzw. EP auf dem Markt.


Ein Artikel von Nina Paul – Manchmal erfährt man diese positiven Überraschungen, wenn man Künstler zum ersten Mal richtig hört. So geschehen bei den Klängen der in Portland leben 25jährigen Musikerin Mree.

Ihr Sound ein Mix aus Indie-Folk, Indie-Pop und elektronischen Klängen hat etwas atmosphärisches an sich und genau dieses findet sich auf ihrer aktuellen EP „The Middle“ wieder. 5 Songs, die auf eine Art sehr unterschiedlich, aber dann auch wieder sehr ähnlich sind. Loopsound, Gitarre, Klavier, tragender Gesang und ein sphärischer Sound bilden das Gesamtgebilde.

Mit „In The Kitchen“ gab es daraus auch gleich die passende Vorabsingle und Opener der neuen EP. Verträumter Sound, der einem Bilder im Kopf bilden lässt und all dies aufbauend in einer eigenen Soundwelt. Eine gelungene Single und für mich das prägnanteste Stück auf der EP.

Etwas hinter sich zu lassen, was man einfach hinter sich lassen sollte – Der Titelgeber der EP „The Middle“ präsentiert sich als gefühlvolle Akustik-Ballade und hat somit seinen ganz eigenen Stil und Standpunkt auf der Platte.

Zupfende Gitarrentöne, ein leichtfüßiger Sound und „Kiki´s Song“ macht einen ein paar Minuten leichter. Mree kreiiert ihre ganz eigene Melodienwelt. Marie Hsiaos Hommage an die Anime Serie Kiki´s Delivery Service und dem Videospiel Animal Crossing.

Große Balladentöne mit viel Herz gibt es bei „When You Come Home“ zu hören. „Like A River“ umfließt einen dagegen wieder in seiner ganzen Schönheit an Melodie. Die Gitarre und die leichte Stimme bilden so eine ganz eigene Klangwelt, die voller Bilder erscheint.

Es gibt es diese Künstler, die einem zum Träumen bringen und dann gibt es Mree, die ihre ganz eigene Blasen an Meldodien erschafft. Welche einen verzaubern und voller Schöheit sich öffnen. Kein Wunder also, dass ihre Klänge schon in verschiedenen TV- und Kinoproduktionen zu hören waren.