Mit Gefühl, Gitarre und Aussagen. Odeville verbreiten Stimmung mit Album Nummer Vier.


Ein Artikel von Nina Paul – 2006 gegründet, haben die fünf Hamburger von Odeville sich mittlerweile eine beachtliche Famgemeinde angelacht und dabei vor allem immer eines, gerockt!

Mit deutschen Texten, die mal von Liebe zeugen und dann wieder direkt nach vorne preschen. Kein Wunder, so haben Odeville am Anfang ihres Bestehens noch eher für Screamo- und Post-Hardcore gestanden.

Nun sieht es anders aus und nach kräftezehrenden zwei Jahren haben Hauke Horeis (Gesang), Tim Sinclair (Bass), David Bergert (Gitarre), Sascha Gotthard (Schlagzeug) und Martin Dörr (Keyboard) nun ihr neuestes Werk „ROM“ via PandaPanda veröffentlicht.

Emotionaler, Erwachsener und vor allem mit vielen persönlichen Erlebnissen und Gefühlen gespickt kamen so 14 Songs zusammen. Auf eigene Faust hatten sie von Anfang an das Geschehen über die Enstehung ihrer Musik in der eigenen Hand und das spürt man auch.
 

… Fick Dich Vergessen, Fick Dich Distanz … Fick Dich Leben, Fick Dich Herzstillstand …

 

Worte aus „Königreich“, die einen direkt treffen und unverblümt die Gefühle von Sänger Hauke nach einem persönlichen Schicksalsschlag zeigen. Überhaupt sind die Texte nah am Leben und jeder kann sich in diesen wiederfinden.

Bei all den Emotionen vergessen die vier Musiker aber eines nie, dass sie trotz  all dem Negativen nach Vorne schauen , etwas Positives aus allem ziehen und besonders noch exzellent rocken können.

So hat sich mir persönlich neben „Königreich“ und den Vorabsingles „8mm“ und „Bitte Ja Bitte Gleich“, der Song „Die Verlangsamung der Zeit“ ins Ohr und ins Gehirn gebrannt. Wiederum ein Text, der sehr perönlich von Hauke Horeis geprägt ist und trotz seiner nachdenklichen Worte einen gewissen Optimismus ausstrahlt, vor allem durch seine musikalische Umsetzung, wobei der Refrain echten Ohrwurmcharakter hat.

„Rom“ von Odeville zeigt, dass man seinen Wurzeln treu bleiben, Erwachsen werden kann und dabei definitiv nur seine Glaubwürdigkeit höher auszeichnet. – Deutscher Rock muss eben nicht immer nur Pop sein!


Autorin: Nina Paul / Foto: Aileen Hoeltke