Leicht magisch wirkt es, das Cover des heute erschienen Albums. Years & Years laden uns mit dem heute erschienen Album nach PALO SANTO (spanisch für „heiliger Wald“) ein. Eine erfundenen Stadt, in der eine geschlechtslose dystopische Gesellschaft lebt. Einen ersten Eindruck davon bekamen wir mit dem Video zur Singleauskopplung „Sanctify“.

Nachdem es ganze 2 Jahre eher ruhig um die Band war, und man bis auf wenige Auftritte kaum von der Band hörte, sorgten sich einige Fans schon um das weitere Bestehen der Gruppierung. Bis uns vor einiger Zeit die Single „Sanctify“ wie aus dem Nichts überraschte.

PALO SANTO ist eine Sammlung geballter Pop-Hits, bei dem jeder Song eindrucksvoller ist als der vorangegangene. Jeder Track mit einem ganz eigenen Charakter, mit Ohrwurm-Garantie und noch lebendiger als die großen Hits auf dem Debüt „Communion“.


So don’t break (break)
Sanctify my body with pain (pain)
Sanctify the love that you crave (crave)


Wir bekommen wieder den gewohnt positiven Sound der drei Briten zu hören. Emre, Mikey und Olly haben nochmal eine Schippe draufgelegt und beweisen abermals, dass sie kein One-Hit-Wonder sind.

Auf Palo Santo treffen die 80s auf futuristische Töne und tiefsinnige Lyrics auf eingängige Textpassagen. Lässt man sich auf den extrovertierten Stil des Albums ein, findet man sich in einer lebensfrohen, fantasievollen und elektronischen Welt wieder, in der jeder sein kann wie er mag.

Wer Years & Years seit den Anfängen verfolgt, wird mit dem neuen Album jedoch eventuell ein „Highlight“ vermissen. Zwar stechen Songs wie „Sanctify“, „All For You“ und „If You‘re Over Me“ aus der Masse hervor, doch wir haben kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal wie bei „King“, der Song, der einfach über Wochen nicht aus dem Gehörgang verschwinden wollte.

Trotzdem hat Palo Santo das Potential eines der Top-Alben in 2018 zu werden. Viele Songs haben großes Potential, von der breiten Masse geliebt zu werden. Und schlussendlich macht das einen erfolgreichen Künstler aus. Wir können gespannt sein, in welche fernen Welten uns Years & Years mit ihrem neuen Album noch entführen werden. Die Reise ist es wert.



Autor: Dominik Huttner Foto: Universal Music