Für viele gute Bands ist 2019 das Jahr des Neuanfangs. Auch die britische Band White Lies kehrt in diesem Jahr mit neuer Musik zurück. Das Trio schlägt mit dem neuen Album „Five“ zwar keine komplett neue Richtung ein, aber probiert sich aus und liebäugelt mit neuen Einflüssen, ohne dabei Ihre Wurzeln zu vergessen.

Die White Lies bleiben sich treu und veröffentlichen  mitreißende Songs, mal melancholisch, mal lebensbejahend. Passend zur neuen Musik darf natürlich die Tour zum Album nicht fehlen. 


Ein Artikel von Lisa Schulz – Am 23.02.19 lieferten Sänger Harry McVeigh, Bassist Charles Cave sowie Schlagzeuger und Keyboarder Jack Lawrence-Browneinen einen grandiosen Auftritt in der Matrix Bochum ab. Schon vor Beginn ist die Konzertlocation gut gefüllt, das Publikum wartet gespannt auf die Band und drängt sich vor der Bühne bis zur hinteren Bar zusammen.

Überraschung des Abends ist die Vorband Boniface aus Kanada. Die vier Jungs mit Micah Zachary Visser als Frontmann sind zu Anfang noch sichtlich nervös, werden aber von Song zu Song lockerer und liefern ein tolles Set ab. „Fumbling“ und „I Will Not Return as a Tourist“ sollte man sich unbedingt anhören. 

Pünktlich um 20:15 Uhr betreten die White Lies die Bühne. Harry McVeighs Stimme ist live genauso einnehmend und gleichzeitig noch beeindruckender als auf Platte. Der Mann kann singen und hat die passende Bühnenpräsenz, um sein Publikum zu fesseln.


Call Tokyo, call New York.  It’s just same but different, love.


Auch am heutigen Abend sind viele langjährige Fans anwesend, die um jeden Hit der älteren Alben bangen und Wort für Wort mitsingen, wenn dieser gespielt wird. Doch auch die neueren Songs des gerader erst erschienenen Albums „Five“ kommen live gut an. „Tokyo“ ist einer der eingängigsten Songs, der vom Publikum direkt angenommen und abgefeiert wird. Natürlich kommt der Song noch nicht an „Farewell To The Fairground“ oder das am Ende des Sets gespielte „Bigger Than Us“ heran, er befindet sich aber auf einem guten Weg, in die Liga der White Lies Hymnen aufgenommen zu werden.

Fast zwei Stunden spielt das Trio aus England einen guten Song nach dem anderen, das Publikum der bis in die hinterste Ecke gefüllten Matrix scheint trotz der immer weiter ansteigenden Temperatur nicht genug zu bekommen und trennt sich beim Verstummen der letzten Songzeile mit Jubel und Applaus von der Band.



Autorin & Foto: Lisa Schulz