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Wohlfühl-Sound bei Milo Greenes neuem Album “Adult Contemporary”

Wohlfühl-Sound bei Milo Greenes neuem Album “Adult Contemporary”

Eine Band mit drei Leadsängern? Klingt erst einmal kompliziert, und wenn man das Thema Ego in Betracht zieht, schier unmöglich. Dagegen hält das Quartett von Milo Greene, von denen – na, wer hat es erraten? – tatsächlich drei von vier Bandmitgliedern singen. Marlana Sheetz, Robbie Arnett und Graham Fink teilen sich, je nach Song, den Part des Gesangs und machen somit das Unmögliche möglich, während Curtis Marrero als Vierter im Bunde den Part des Schlagzeugers übernimmt. Der Sound, der dabei herauskommt, ist grandios.

Nachdem 2012 Ihr Debütalbum “Milo Greene” und 2015 der Nachfolger “Control” erschienen sind, liefert die amerikanische Band nun mit “Adult Contemporary” via Nettwerk Nachschub. Gestartet hatte die damals fünfköpfige Band mit der Idee, Musik zu machen, die in Filmen und Serien gespielt werden kann. Der Plan ausdrucksstarke Songs die Emotionen auslösen zu produzieren war geboren und ist auch heute noch aktuell.

Die Indie-Pop Band aus Los Angeles zaubert mit “Adult Contemporary” ein harmonisches, wohlklingendes Album mit Herz und starken Stimmen und kombiniert verschiedenste Klänge zu einem warmen Wohlfühl-Sound.

 

Los geht es mit “Easy Listening Pt. 1” einem kurzen Opener, der mit Gitarre und Klavier, einen atmosphärischen Einstieg ins Album erzeugt, bis eine weibliche Computerstimme erklärt, was den Zuhörer bei “Adult Contemporary” genau erwartet. “Be Good To Me” ist langsam und sanft, mit charakterreicher, männlicher Stimme im Vordergrund, die im Verlaufe des Songs von Marlanas sanfter, weiblicher Stimme komplementiert wird. “Young At Heart” hingegen bietet einen mitreißenden Chorus und ist einer der schnellerer Songs, während “Drive” mit sanftem Einstieg und ansteigenden Klängen einen warmen, schönen Sound produziert.

“Runaway Kind” beginnt mit einem Opernsample, um dann von Streichern begleitet zu werden und ist laut Milo Greene mit stilechtem 70er-Jahre-Beat eine Hommage an die Bee Gees. Der absolute Favorit des Albums ist “Wolves”, ein schnelles, lebhaftes Stück, welches in Richtung Folk geht und einen in euphorische Stimmung versetzt. Einmal hören reicht bei dem Song nicht aus und der Ohrwurm ist praktisch vorprogrammiert.

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Ingesamt haben Milo Greene mit “Adult Contemporary” ein stimmungsreiches Album produziert, welches durchdacht und mit Liebe zum Detail geschrieben und aufgenommen wurde.


Autorin: Lisa Schulz

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