AN HORSE sind zurück! Nach fast sechs Jahren Rückzug, in sich gehen und Abwerfen von altem Ballast, starten Kate Cooper und Damon Cox mit neuer Energie und eingängigen Songs durch.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Zwischen Schicksalsschlägen und dem ununterbrochenem Touren war irgendwann Schluss für Kate. Ständig getrennt von den Liebsten und immer nur von Konzert zu Konzert leben zerrt an der Kraft und die geht bekanntlich irgendwann aus. Daher entschieden sich AN HORSE 2012 für eine Auszeit um die leeren Batterien aufzufüllen.

Sechs Jahre sind eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Doch Damien und Kate hielten auch während ihres selbst betitelten „Winterschlafs“ Kontakt. Wie das bei kreativen Menschen so ist, kamen mit der Ruhe auch irgendwann wieder die Songideen und somit das dritte Album „Modern Air“ zustande.



„This is a song
For all the times you didn’t belong
And this is a song
For all the times they got you wrong“

 

Schon die Vorabveröffentlichung „This Is a Song“ preschte ordentlich voran und überzeugte mit ohrwurmverdächtiger Melodie, starken Riffs und mitreißendem Gesang. Kate und Damon geben auf Album Nummer drei wieder Vollgas und zaubern beim Hören verdammt gute Laune. Wer jetzt allerdings erwartet, dass AN HORSE nur Vollgas geben können, hat sich getäuscht. „Bob Ross (Be The Water)“ schiebt sich als fünfter Song genau zum richtigen Zeitpunkt zwischen die schnellen, euphorischen Titel und holt einen für einen Moment ab, um kurz durchzuatmen. Danach geht es dann erholt und tiefen entspannt weiter.

„Live Well“ ist einer der energiegeladenen Songs des Albums, bei dem man nicht lange still stehen bleiben kann. „Get Out Somewhere“ ist der Vermittler zwischen den lebhaften Songs und den Ruhephasen. Und dann kommt „Breakfast“ um die Ecke und haut einen erneut mit der unbändigen Energie von Kate und Damon um. Das neue Album ist abwechslungsreich, treibt einen mit schnellen, gitarrenlästigen Songs wie „Ship Of Falls“ nach oben, um einen dann mit den ruhigeren Komponenten wie „Mind Reader“ runterzuholen.



„We made it through somehow
For all the times we didn’t belong
And all the times they got us wrong“

Das australische Duo ist in den letzten Jahren reifer geworden und an Hürden gewachsen. Diese Entwicklung wird auch musikalisch sichtbar und somit kommt „Modern Air“ mit dem unverwechselbaren AN HORSE Sound, gepaart mit frischen Ecken und Kanten daher. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, haben An Horse mit „Modern Air“ ein Werk geschaffen, das eigenwilliger und experimenteller ist.

Manchmal sind Pausen schmerzhaft, aber nötig. Auch wenn wir An Horse in der Musikszene vermisst haben, hat den beiden der Abstand sichtlich gut getan, zu neuen Ideen verholfen und uns ein mitreißendes Album beschert. Wer das ganze live erleben möchte, sichert sich am besten schnell Tickets für die kommende Deutschland-Tour, die im Juni startet. 


AN HORSE – TOUR 2019

12.06. Essen, Zeche Carl
13.06. Stuttgart, ClubCann
14.06. Ulm, Ulmer Zelt (mit Kettcar)
15.06. München, Ampere
18.06. Nürnberg, Club Stereo
19.06. Münster, Gleis 22
20.06. Rees, Haldern Pop Bar
21.06. Köln, Artheater
22.06. Aachen, Musikbunker
23.06. Wiesbaden, Schlachthof
25.06. Hannover, Lux
26.06. Hamburg, Schanzenzelt
27.06. Berlin, Badehause
28.06. Bremen, Tower


Foto: Corry Arnold