Spätestens seitdem sie 2017 Opener bei You Me At Six sind Flash Forward in der Alternative Szene bekannt. Fette Riffs, prägnante Lyrics und Melodien die einem immer Kopf bleiben (“Lion”, anyone?) – das macht die Jungs aus dem Pott aus. Allein schon dieses Jahr haben die Jungs bei vier verschiedenen Acts als Support gespielt und auch schon für Ende des Jahres stehen schon Headliner Termine fest.


Ein Artikel von Carolin Czarnecki – Flash Forward können nicht die Füße still halten und haben dies wohl auch nicht vor für die nächste Zeit. Am 16.8.2019 erscheint ihr neues Album Golden Rust, zwei Jahre nach dem Vorgänger Revolt.

Einen ersten Vorgeschmack auf die neue Platten bekamen die Fans mit dem Song “Time Lapse”, ein Song über das Thema der Zeit und des Zeitdrucks das mit daher kommt. Resignation macht sich breit – Zeit kann man nicht stoppen, so sehr man will. Es scheint kein Zufall zu sein, dass es einen Song wie „Time Lapse“ auf dem Album gibt – Zeitdruck wird hier nicht nur lyrisch erforscht, Flash Forward erleben es auch selber immer wieder. Dafür spricht vor allem die Tatsache, dass Golden Rust zwischen den Support-Touren geschrieben, aufgenommen und produziert worden ist. Trotzdem tut das der Qualität des Albums keinen Abbruch, insgesamt wirkt es stimmig und sehr ausgereift.


„Tell me what you want, tell me what you feel“


Mit all seinen 11 Songs dreht sich Golden Rust thematisch um Selbstreflektion, Zeitdruck und Schnelllebigkeit. Zwischen Resignation und Mut findet man alle möglichen Nuancen dieser Gefühle. Wo man aufgeben will, findet sich auch eine kleine Portion Mut. Flash Forward regen ihre Fans an auch mal wieder zu träumen, ihr eigenes Leben zu entschleunigen und mal wieder mehr zu genießen. Sachen die in der Zeit von Social Media & Co so wichtig sind – und wer kann davon mehr ein Lied singen als eine Band die scheinbar ununterbrochen auf Achse ist? Eben. Golden Rust entpuppt sich nicht nur als das persönlichste Werk von Flash Forward, sondern auch als ihr stärkstes bisher. Wo Revolt noch kleinere Mängel aufzuweisen hatte, sind bei der neuesten Platte von diesen keine Spur mehr zu finden. Sozusagen ist die neue Platte der große Bruder zu all seinen Vorgängern.

So beginnt Golden Rust mit dem für die Band typischen sehr kraftvollen Opener, “Shoot Me Down” – ein Song der deutlich macht, dass man immer bereit ist nicht aufzugeben. Ein Mutmacher, der gerade in unserer heutigen Zeit gebraucht wird. Generell gelingt es immer wieder gelingt den Jungs einen Mix aus Alternative Rock und Indie Pop zu liefern – einem Gebiet das sie so gut beherrschen, dass es schon fast kriminell wirkt. So hat vor allem die zweite Single-Auskupplung „Give Me All Your Love“ eine mörderischen Ohrwurm-Qualität – on top of that haben Flash Forward noch ein geniales Feature mit James Veck-Gilodi (Deaf Havanna) mit eingebaut.

Golden Rust ermöglicht uns und Flash Forward, mal einen Schritt zurückzunehmen, zu entschleunigen und mal nachzudenken was man wirklich will und was man wirklich braucht. Alles in allem bringen Flash Forward ein solides Album raus, das wirklich alles abliefert. Von Balladen bis rockigeren Songs ist alles mit dabei und mitten drin die Band, so selbstsicher wie noch nie. Golden Rust macht einfach Bock, Bock auf mehr und vor allem Bock auf noch mehr Live-Shows der Band.



FLASH FORWARD live

25.10.2019 Bremen Tower
26.10.2019 Köln Artheater
06.12.2019 Essen Turock
16.01.2020 Karlsruhe Substage Café
17.01.2020 Stuttgart JuHa West
18.01.2020 München Backstage
19.01.2020 Leipzig Täubchenthal
20.01.2020 Dresden Ostpol
23.01.2020 Hamburg Molotow
24.01.2020 Braunschweig B58
25.01.2020 Berlin Musik & Frieden
05.03.2020 Münster Sputnik Café
06.03.2020 Frankfurt Nachtleben
07.03.2020 Kaiserslautern Kammgarn
08.03.2020 Nürnberg Z-Bau


Autorin: Carolin Czarnecki / Photocredit: Patrick Schulze