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Neu auf dem Videomarkt #218

Neu auf dem Videomarkt #218

Schon klopft der Mai an die Tür. Manche sind heute für die Mai-Demonstration vor die Tür gegangen, andere entspannen an dem Feiertag. Für alle stehen aber auf jeden Fall neue Musikvideos in unserem Videomarkt in den Startlöchern!

girl in red

Endlich ist das Video zu der von FINNEAS co-produzierten Lead-Single „Serotonin“ da, mit welcher die Norwegerin Marie Ulven Anfang März ihr Debütalbum „if i could make it go quiet“ angekündigt hatte!

„if i could make it go quiet“ erscheint diesen Freitag via world in red/AWAL und entstand in kompletter Songwriting-Autonomie von girl in red, die das Album gemeinsam mit Matias Tellez co-produziert hat.

Mit der neuen Single „Serotonin“ und der Annäherung an Rap betritt girl in red musikalisches Neuland. Fans müssen trotzdem nicht auf ihren Signature-Gitarren-Sound verzichten, die auf der Co-Produktion von GRAMMY-Gewinner und Billie Eilish Produzent FINNEAS für einen berauschenden Ohrwurm sorgen.

„When I figured out how to do this rappy part of ‘serotonin’ I was like, this is the best shit that has ever happened to me! And getting that cool synth to sound like that, really, just the entire thing — it’s been very great for me.” so Marie über ihren gewagten Sprung aus der eigenen Komfortzone. Trotz neuer Facetten ist “Serotonin” aber roh, gnadenlos ehrlich und eine für girl in red so charakteristische Reise in ihre tiefgründige Psyche; ein innerer Dialog mit ihrer mentalen Gesundheit.

Boy Destroy

Am 28. April teilte der schwedische Newcomer Boy Destroy eine wunderschöne Coverversion zum Billie Eilish #1 Hit “Everything I Wanted’’ mit dem Live-Video. Das Cover folgt auf seine frisch veröffentlichte Debüt EP “Warpaint“.

Über das Cover erzählt der Künstler: “Not all music is flawless if you divide it into its smallest parts. But this song is. If you just try and sing the vocal melody the story is there, the emotion, the longing and the pain and the comfort. Billie Eilish is one of those as artists that just seem to have found the holy grail in some ways. A direct link to the beyond.”

Jorja Smith

Letzte Woche hat Jorja Smith hat ihr neues, 8-Tracks umfassendes Projekt „Be Right Back“ angekündigt, dass am 14. Mai 2021 erscheinen wird. Nach einigen Singleveröffentlichungen ist es das erste zusammenhängende Werk seit ihrem 2019 von der Kritik gefeierten Debütalbum „Lost & Found“ für das sie ihren zweiten BRIT Award als „Best Female“ gewann und bei den GRAMMY Awards eine Nominierung als „New Artist“ erhielt. Nun veröffentlicht Jorja Smith ein Video zur ersten Single „Gone“, welches unter der Regie von Erin Corrian-Alexis entstanden ist.

Phoebe Green

Chess Club strikes again! Mit Phoebe Green beweist das britische Tastemaker-Label (u.a. Alfie Templeman, Coach Party, Jungle, White Lies & Wolf Alice) einmal mehr sein Gespür für hochkarätige Indie-Acts und globale Newcomer.

Nicht nur in Sachen Label trägt die 22-jährige ein prestigeträchtiges Erbe, sondern weiß auf ihrer neuen Single „IDK“ auch die großen Fußstapfen ihrer musik-historisch vorbehafteten Heimatstadt Manchester mit Bravour auszufüllen.

Vom DIY-Magazine bereits als „Manchester next big thing“ geadelt und weitläufig als Pop-Powerhouse gehandelt, ist Phoebe Green im UK-Markt bereits eine fest-verankerte Instanz und eine der viel versprechensten Songwriterinnen, die die Insel aktuell zu bieten hat. „IDK“ wirft das Handtuch noch eine Ecke weiter und erstreckt seine infiltrierenden Fesseln nun auch auf den globalen Markt.

„IDK“ ist bezeichnend für Phoebe Greens scharfe Zunge in Sachen Songwriting und huldigt dem Hang zum preschenden Chorus und scharfkantigen Gitarrenriffs einer St. Vincent. Dabei beschäftigt sich die Single mit dem Thema, das Leben an sich vorbeiziehen zu sehen, so die Britin: “[It] explores a complete detachment from reality, observing things from a place of total apathy and feeling as though I’m witnessing my life as a bystander with little to no connection to it. It’s a horrible state to be in, I think it happens when I get overwhelmed.”

Auch die Produzenten hinter „IDK“ sind keine Unbekannten. Mit Kaines & Tom A.D (aka dem zweifach Mercury-Prize-ausgezeichneten Alex Robertshaw von Everything Everything) und Engineer Tom Fuller (Clean Bandit, Hot Chip, Zara Larsson) hat sich Phoebe Green Meister ihres Fachs an die Hand geholt, die auch schon bei vorherigen Singles involviert waren und ihren innovativen Pop-Sound aufs nächste Level heben.

Frank Carter & The Rattlesnakes

Für ihre neue Single „My Town“ haben Frank Carter & The Rattlesnakes Idles-Sänger Joe Talbot ins Studio eingeladen. Der berauschende Comeback-Track ist ein Aufruf, eine Absichtserklärung und wurde heute Abend als Annie Macs „Hottest Record In The World“ erstmals vorgestellt.

„My Town“ ist eine erschütternde Metapher für „our collective mental health falling apart“, sagt Carter. Es ist ein Blick auf die kollektive mentale Gesundheit einer Nation nach einer Flut von Lockdowns. Er stellt sich jede Person als eine Stadt und ihre Bewohner vor, wobei die Stadt die mentale Stabilität und das Wohlbefinden dieser Person repräsentiert. Frank sagt:
“It’s easy to dissociate when it’s someone else’s problem but we are each responsible for keeping the streets clean, looking out for our fellow neighbours and acting with kindness and respect as we walk through life. We can look into this town and see the seedy underbelly, the dirt, the disdain, the undercurrent of hate and despair. And then we are reminded that My Town looks just like yours, and no one gives a fuck at all and if we don’t start looking after ourselves soon then we are all going to be in big trouble”.

Carter lud seinen Freund und Idles-Sänger Joe Talbot zu einem Gastspiel ein, und das Ergebnis ist dieser herausragende Track.
Produziert von Gitarrist Dean Richardson bestätigt „My Town“ die beiden als eine der aufregendsten Partnerschaften in der britischen Rockmusik und Carter – seit seinen frühen Tagen in der Hardcore-Punk-Band Gallows und dann als Pure Love – als eine wichtige Stimme in der britischen Musik, die sich gegen Ungerechtigkeit, das Patriarchat, rechte Politik und toxische Männlichkeit wendet.

Jan Delay

Die Erde ist keine Scheibe und auch keine Erbse. Sie ist größer, vielfältiger, bunter und facettenreicher, als es die Wahrnehmungen und Äußerungen mancher ihrer BewohnerInnen zunehmend suggerieren. Zeit also für die „Operation „SPASS“. Eine Operation, ganz im Stile des musikalischen Chefchirurgen Jan Delay. Unterstützt vom erprobten Beginner-Operationsteamgefährten Denyo, die ihre Reim-Skalpelle abermals gekonnt ansetzen, um die üblen Gedanken-Geschwüre zum Vorschein zu befördern, die unsere Erd-Atmosphäre immer mehr zu vergiften drohen.

Eine Operation für Offenheit statt Engstirnigkeit. Für Verantwortung statt Ignoranz. Für Liebe statt Hass. Weil wir einfach nicht zulassen dürfen, dass die Geschwüre immer größer werden und immer weiter aufbrechen!

Nach „Intro“ und „Eule“ erschien mit „Spass“ der dritte Song aus dem neuen Jan Delay-Album „Earth, Wind & Feiern“. Und ist ein weiterer süßer Vorbote auf das, was uns erwartet, wenn das Album am 21. Mai veröffentlicht wird. Denn „Earth, Wind & Feiern“ ist nicht nur eine Club-Platte. Sie ist sowohl wie dieser Augenblick morgens um sechs auf der Tanzfläche, wenn die fetteste Bassdrum der Welt reinknallt und man nach durchtanzten und durchquatschten Nächten einfach nie wieder nach Hause gehen will. Sie ist gleichzeitig aber auch der manifeste Beweis dafür, dass ein Jan Delay den Kopf nicht einfach ausschalten kann, nur weil die Energie gerade mächtig in die Beine geht. Dass man seine Haltung nicht an der Garderobe abgibt, auch wenn FEIERN großgeschrieben wird. Und dass Herz, Hirn und Bass durchaus koalitionsfähig sind. das Video zum Track sieht man hier!

Mint Simon

Mint Simon ist die neue Inkarnation der Caveboy-Frontperson Michelle Bensimon aus Kanada – dies ist das Debüt eines Soloprojekts, das in einem neuen Körper beginnt. Mit „Used For Love“ erschien nun die Debütsingle – inklusive offiziellem Video!

Mint Simon schrieb bereits seit Jahren Songs nur für sich selbst und hielt diese streng unter Verschluss in einem winzigen Ordner versteckt irgendwo auf einer Festplatte. Nach so und so vielen Kollaborationen fragte sich Mint Simon schließlich: “Wenn ich einfach die Musik machen könnte, die ICH machen will – was wäre das eigentlich?” Die Antwort war eindeutig: Pop. Emotionaler, tanzbarer, beweg deinen Arsch dazu und lass alles raus-Pop.

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Mint Simon hat viele Veränderungen durchlaufen, von subtil-feingliedrig bis richtig breit aufgestellt – doch als they schlussendlich mit their Langzeit-Kollaborationspartner*in/Produzent*in/ BFF Isabelle Banoson anfingen, an einem dieser geheimen Songs zu arbeiten, kam „Used For Love“ ziemlich schnell, natürlich und unangestrengt zustande. Obwohl Michelle und Isabell in der Vergangenheit schon oft zusammengearbeitet haben, ist Mint Simon ihre erste richtige offizielle Kollaboration.

“Wir wollten, dass sich der Song tanzbar, gleichzeitig aber auch emotional anfühlt. Emo-dance-pop oder Grunge-Vogue. Wie dem auch sei, wir wollten, dass die Leute das Verlangen im Song spüren können, die Sehnsucht und die Befreiung.”

Mint Simon selbst über „Used For Love“: „The song is a love letter to myself, a reminder that there is nothing wrong with indulging in pleasure. It’s a love letter to all the lovers on the other end of the phone, and a love letter to desire. To feel 100% okay with releasing yourself into a late night call, a momentary impulse, is easier said than done – and I can never do anything without tugging at my own heart strings.

It has always been my intention to be fully myself, but over the last few years I realized how much I was hiding my identity for no other reason than fear. It took some major life decisions to shake me into the person I’ve been thriving to be and I feel ready now more than ever to show the world who I really am and Used for Love is just the beginning of my new pop journey.”

ANITTA

Anitta hat ihre neue Single „Girl From Rio“ veröffentlicht. Das begleitende Video ist eine Hommage an die unverwüstliche und pulsierende Kultur Rio de Janeiros, Heimatstadt des internationalen Pop-Superstars. Der Clip feierte heute seine weltweite Premiere auf allen weltweiten MTV-Kanälen
sowie auf dem ViacomCBS-Billboard am New Yorker Times Square.

Nicht nur der Songtitel erinnert an den brasilianischen Klassikersong „The Girl From Ipanema“, auch die Melodie nimmt die Klänge des Originals und holt sie ins 21. Jahrhundert. Dazu serviert Anitta freche und gewitzte Strophen, die den Weg für die Mitsing-Hook freigeben: „Hot girls where I’m from. We don’t look like models. Tanned lines, big curves, and the energy glows, you’ll be falling in love with the real Rio.”

Das Blockbuster-Video erweckt den Song auf nahtlose Weise zum Leben. Angelehnt an Musical-Klassiker aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, ist Anitta im 40er-Jahre-Badeanzug zu sehen.

Good Morning Yesterday

Hätten Element of Crime mit ihren rohen Klängen und Giant Rooks mit ihren energiegeladenen Sounds ein gemeinsames Kind, hieße es Good Morning. Die fünf Jungs von GMY aus Mainz überzeugen mit einem treibenden Indie-Folk, getränkt von Rock-und balladesken Popeinflüssen. Prägnante Grooves und Beats, Gitarrenklänge, rauerGesang und gefühlvolle Celloparts erinnern an vertraute Hooks aus Papas alter Plattensammlung. Seit der Bandgründung 2015 haben GMY ein enges Zusammenspiel und einen Sound entwickelt, der den Gesetzen der Zeit zu trotzen scheint. Good Morning Yesterday eben.

„The Surf“ ist die erste von zwei Sessions, die wir auf dem Dachboden eines Altbaus in der Mainzer Neustadt drehen durften. Der Song handelt von den Herausforderungen einer Freundschaft und der Kunst, das eigene Ego ruhen zu lassen, um sich der Bedeutsamkeit und den damit einhergehenden Pflichten zwischenmenschlicher Beziehungen bewusst zu werden.

Zusammen mit dem kommenden zweiten Song „Difficult Man“ bilden die beiden Livesessions für einen musikalischen Übergang zu einem neuen, groovigeren Songwriting. Nicht zuletzt entwickelt sich ihre Musik aktuell durch zwei neue Bandmitglieder vom akustisch folkloristischen Singer-Songwriter Sound hin zu einem Stil, der sich durch den vermehrten Einsatz elektronischer Instrumente und mehrstimmigen Arrangements auszeichnet. Dabei ist es Good Morning Yesterday wichtig, den Bezug zu ihren musikalischen Anfängen nicht ganz zu verlieren.

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