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Neu auf dem Videomarkt #219

Neu auf dem Videomarkt #219

Die Sommerlaune hat schon mal kräftig angeklopft, nun fehlt nur noch der richtige Sound dafür. Vielleicht findet ihr genau diesen in unserem aktuellen „Videomarkt“.

Tim Kamrad

Aufstehen und Weitermachen: Die neue Single „GROW“ von Tim Kamrad macht Mut zum Starksein nach dem Scheitern.

„Gerade als Musiker bzw. generell als junger Mensch, komme ich immer wieder in Situationen, in denen nichts so läuft, wie geplant und gefühlt auf einmal alles bergab geht.“ Egal ob Tour-Absagen, Trennungen von langjährigen Partnern oder private Rückschläge – am Ende sind es eben diese Momente, an denen Tim Kamrad am meisten gewachsen ist.

Genau diese Message will der 24-Jährige schließlich in „GROW“ vermitteln: „Mit dem Song möchte ich alle Menschen, die sich vielleicht gerade in schwierigen Situationen befinden, dazu ermutigen, positiv zu bleiben und nach vorne zu schauen.“

Das Bild des Wachsens spiegelt sich auch im Artwork wider: Auf dem Kinderfoto des Singer-Songwriters von 2001 präsentiert der damals 4-jährige Tim seine erste Gitarre: „Ich war wahnsinnig stolz und wollte schon in dem Alter unbedingt Musiker werden.“

„GROW“ überzeugt mit tiefer und gereifter Stimme, die von einem 80s Sound mit pulsierender Bassline getragen wird. Neben der uniquen Soundwelt von „GROW“, ist auch der Entstehungsprozess ein Besonderer. Zusammen mit seinen langjährigen Kollaboratoren, dem Songwriting-Team NICE, hat Tim Kamrad den gesamten Song A capella – also ohne Verwendung von Instrumenten oder gar Akkorden – geschrieben. „Wir wollten die Message so gut wie möglich transportieren. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, uns beim Schreiben voll auf Melodie und Text zu konzentrieren und uns nicht von Akkorden oder einem Instrumental lenken zu lassen,“ so Tim. Ohne Instrument in der Hand konnte sich der Musiker auch songwriting-technisch neu entdecken: „Es ist immer schön, aus der Komfortzone gelockt zu werden, wenn man neue Themen ansprechen möchte.“

Das Resultat kann sich sehen lassen. Mit „GROW“ liefert Tim einen vibey Popsong, der genau das vermittelt, was viele Menschen gerade brauchen – Mut und Positivität in schwierigen Phasen des Lebens.

“Das Video zu GROW ist bisher mit Abstand mein persönlichstes Musikvideo, weil es ganz viele wichtige Erinnerungen aus meinem Leben zeigt: Von Kinderbildern mit meiner ersten Gitarre und meinen Eltern bis hin zu Fotos von meinem ersten Konzert oder Meilensteinen meiner bisherigen Laufbahn als Musiker. All diese Erinnerungen haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin – egal ob es gute oder schlechte Momente waren. Genau diese Message soll auch das Video ausstrahlen: Wir alle wachsen an den kleinen und großen Hürden, die unser Leben mit sich bringt und wir sollten häufiger stolz auf uns selbst sein.

Der Dreh und vor allem die Vorbereitungen für das Video waren wahnsinnig emotional und schön, weil ich mich natürlich mit allen möglichen Fotos und Erinnerungen von meiner Kindheit bis jetzt auseinandersetzen musste.“ Tim Kamrad.

Asbjørn

„Yung Dumb Crazy“ lautet der Titel der gefühlvollen ersten Single aus dem kommenden dritten Album BOYOLOGY des dänischen Popsängers Asbjørn.

„Yung Dumb Crazy“ ist eine eingängige und nachdenkliche Pop-Ballade, die der Sänger aus der Sicht seines Ex-Freundes für sich selbst geschrieben hat: „Ich habe all die Dinge in den Song gepackt, von denen ich mir wünschte, dass er sie zu mir gesagt hätte“, sagt Asbjørn. Der Song brachte ihn aber nicht nur zum Nachdenken über seine vergangene Beziehung, sondern auch über sein eigenes Handeln. In einem Versuch, über seinen Herzschmerz hinwegzukommen, fügte Asbjørn schließlich jemand anderem den gleichen Schmerz zu, den er selbst gerade durchgemacht hatte. „Als ich den Song schrieb, erkannte ich die Doppelperspektive, die Ironie und meine eigene Heuchelei“, fügt er hinzu. Das macht „Young Dumb Crazy“ zu einem wunderschön schizophrenen Stück moderner Popmusik, das Asbjørns durchdringende Stimme zeigt, mit der er über die verlorene Liebe singt.

Die Single wird begleitet von dem ersten Musikvideo seines dreiteiligen visuellen Projekts namens „The Boyology Series“.

Henri Jakobs

„Was will du eigentlich von der Welt?“ Eine ganz schön aufgeladene Frage. Gerne und oft gestellt von Eltern, Lehrer*innen, Arbeitsamt-Berater*innen und anderen Autoritätspersonen. Und eigentlich auch ganz schön leer.

Henri Jakobs dreht sie um. „Was will die Welt von mir?“, fragt der Sänger des ehemaligen Berliner Duos Tubbe in seiner neuen Single. Diese Umdrehung sagt viel über die Perspektive dieses Musikers, Schauspielers und Autoren aus. In den vergangenen Jahren musste er viele aufgeladene Fragen mit bedeutungsschweren Entscheidungen beantworten, ob Bandauflösung oder Transition. Jetzt stellt er in seiner allerersten Solo-Single direkt eine weitere – und beantwortet die Existenzkrise nicht mit leeren Phrasen, sondern mit Empathie. Die kommt in Form eines überlebensgroßen Pop-Sounds. Der Rave-Punk aus der Tubbe-Ära ist passé: „Der Pop war schon immer in mir – jetzt hat er eine Tür gefunden, um sich endlich herauszuschleichen“, sagt Henri Jakobs selbst. Und der steht ihm gut: In „Was will die Welt von mir?“ klingt er so, als würde er den ganzen Globus umarmen wollen und können. Eine große Aufgabe, für die er auch Unterstützung bekommt: Gastsängerin Mine vollendet mit ihrer Strophe das liebevolle Gesamtbild.

Perez

Was füllt das Leben mit Sinn? Nachwuchs in die Welt zu setzen? Vor Gott zu knien? Ein Vermögen anzuhäufen? Vielleicht ist das deine Einstellung – nicht aber die von PEREZ.

Die neue Single des Wahlberliner Zweigespanns folgt einem philosophischen Credo, das Optimisten und Lebensbejaher ernüchtern dürfte. »AVALON« beschreibt die akribische, häufig erfolglose Suche nach Gründen, das Leben als Geschenk zu betrachten – oder, mehr noch: am Leben zu bleiben. Jannik Perse, Texter und MC, und Pascal Weick, Gitarrist und Produzent, erzählen Geschichten von dunklen Gedanken und Sehnsüchten. Vom Selbstboykott. Vom Leben zwischen Nie-richtig-wach-Sein und Trotzdem-nicht-Einschlafen- können. Von der rastlosen Seefahrt nach Avalon, dieser mythischen Insel, auf der Erschöpfte gepflegt und Verwundete geheilt werden. Vom – und das beantwortet die eingangs erwähnte Sinnfrage wohl am besten – Immerhin-Ein-Guter-Mensch sein. Zwischen erhabenen Trap- Elementen und bedrohlichen Gitarrenriffs kitzelt der Song durch seine Bildhaftigkeit, seine Ehrlichkeit, seine düstere Grundatmosphäre an der Substanz.

»AVALON« ist der dystopischste, schmerzbeladenste Song auf PEREZ’ neuem Projekt, der »TWENTYSEVEN EP». Und nach »DIE MUSIK IST TOT« die zweite Single daraus.

Die »TWENTYSEVEN EP« markiert für Jannik Perse und Pascal Weick die Flucht nach vorn – raus aus einer langen, von Schreibblockaden, persönlichen Krisen und Orientierungslosigkeit gezeichneten, kreativen Dürreperiode. Wieder einmal sind PEREZ über alle gängigen Genregrenzen erhaben und betreten neues musikalisches Terrain – alles wirkt flächiger, wütender, griffiger, erwachsener. »TWENTYSEVEN« ist ein Tanz auf dem Drahtseil, das Resignation und Aufbruch verbindet – auf der Suche nach Hoffnung.

Die EP entsteht Track by Track – also vielleicht in genau diesem Moment – und wird dementsprechend auch in fünf Schritten veröffentlicht, was »TWENTYSEVEN« zu einem bis jetzt nicht vollendeten Experiment macht. Die EP erscheint im Sommer 2021.

CUCO

Nach der Lo-Fi-Nummer „Paradise“ dachte man kaum, dass die Musik von Rapper Cuco noch entspannter werden kann. Doch heute beweist er uns das Gegenteil:

Die neue Single „Forevermore“ ist da!

Cuco geht damit ins Minimalistische über, egal ob es sich dabei um das Tempo, die Besetzung oder den Textanteil des Liedes handelt.

See Also


Der Kalifornier ist endgültig bei seinem ganz eigenem Sound angekommen.

Das dazugehörige Musikvideo schließt sich dem an und zeigt in seiner ganz eigenen Schlichtheit Cuco, eine Straße, ein gelbes Fahrrad und eine flüchtige, hoffnungslose Begegnung.

Es handelt von Machtlosigkeit und dem verträumten Alleine-Sein.

Während der Track selbst fast schon psychedelisch wirkt, zeigt das Musikvideo eine tiefgründige, melancholische Seite des Rappers.

Polo & Pan

Das Elektro-Pop Dance-Duo Polo & Pan aus Paris hat heute seine erste Single des Jahres mit dem Titel „Ani Kuni“, begleitet von einem fantastischen Animationsvideo, veröffentlicht.

Mit fast einer halben Milliarde weltweiter Streams kommt der neue Song 10 Monate nach der Veröffentlichung ihrer vier Tracks umfassenden „Feel Good“-EP, die als „eine Dosis an experimentierfreudigem Sonnenschein“ bezeichnet wurde.

„Ani Kuni“ ist ein fröhlicher, kopfnickender Dance-Track, der als Tribut an ein zeitloses, weltweit geschätztes Kinderlied fungiert und damit der perfekte Start in die bevorstehende Sommersaison 2021 ist.

Cian Ducrot

Es gibt Neuigkeiten von Cian Ducrot: Der irische Singer-Songwriter hat nun seine neue Single „Know Me Again“ veröffentlicht, für die er sich mit der kanadischen Sängerin Cate Canning zusammengetan hat – eine gute Freundin von Cian ist und gleichzeitig auch seine ehemalige Mitbewohnerin. Der neue Track ist die dritte Veröffentlichung von Cian in diesem Jahr, nachdem zuvor bereits die Singles „Not Usually Like This“ und „Crocodiles“ erschienen sind. „Know Me Again“ ist mindestens genauso emotional, wie die beiden Vorgänger-Singles, der Song handelt von erschütternden Trennungen, die so sehr weh tun, das man sich wünscht, den ehemaligen Partner oder die ehemalige Partnerin noch einmal neu kennenzulernen und einfach von vorne anzufangen.

Cian Ducrot selbst erzählt:

“‘Cate and I wrote ‘Know Me Again’ over FaceTime, and then we kind of forgot about it for a long time. It wasn’t until my nearly five year relationship had ended that we came back to this song to finish it, and we realised how special it was. This was one of the first songs Cate and I ever wrote together, and it was the start of a wonderful friendship and songwriting journey. This song means the world to us both.”.

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